Unter Bekanntgaben im Technischen Betriebsausschuss sprach Bürgermeister Markus Keller den Breitbandausbau in Blumberg an. Nächste Woche fahre er mit Vertretern des Zweckverbands Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar nach Stuttgart, um den Förderbescheid für den dritten und letzten Ausbau-Abschnitt in der Kernstadt entgegenzunehmen. Am 24. April folge dann der Spatenstich. In diesem Zusammenhang wies Keller auf Aktivitäten der Telekom hin, auch in Blumberg, für die ihm schlicht das Verständnis fehle. Jetzt, wo die Stadt mithilfe des Zweckverbands ein leistungsfähiges Glasfasernetz habe, entwickle die Telekom Aktivitäten, aber mit einer weniger leistungsfähigen Technik (VDSL) als Glasfaser. Ärgerlich sei zudem, dass Straßen und Gehwege erneut aufgegraben würden, wenn jemand eine Leitung der Telekom wolle.

Da könne man nichts machen, erfuhren Stadtrat Rainer Gradinger und andere. Gradinger wollte konkret wissen, ob jeder Anbieter einen Kanal ziehen könne. Bürgermeister Keller bejahte dies, im Fall von Telefonleitungen sei dies möglich. In anderen Regionen, so Keller, gebe es Städte, wo eine Straße innerhalb eines Jahres drei oder vier Mal aufgerissen worden sei. Riedböhringens Ortsvorsteher Gerhard Fricker wies darauf hin, dass mit der Privatisierung der Telekom 1995 ausdrücklicher Wille der Politik gewesen sei, dass die Netze parallel ausgebaut würden. Hondingens Ortsvorsteher Horst Fürderer berichtete, bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt hätten sie die Telekom gefragt, ob sie ihre Leitung erneuern wollt, sie habe abgelehnt. Jetzt am Schmutzigen Donnerstag sei eine Anfrage gekommen, weil eine Leitung kaputt war. Zum Glück hätten sie noch ein Leerrohr unter der Straße gefunden, sonst hätten sie wieder aufreißen müssen.