Randen – Schweren Herzens, wie er betonte, gab Ekkehard Martin das Amt des Schriftführers beim Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV) im Stadtverband Blumberg bei der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Gasthaus Hoher Randen nach 15 Jahren ab. In seinem Tätigkeitsbericht nutzte er die Gelegenheit, die wichtigsten Themen seiner Amtszeit, zu benennen.

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Im Jahr 2004 wurde er Vorsitzender des Ortsverbandes Blumberg-Zollhaus, am 1. Februar 2007 übernahm er die Leitung des neugegründeten Stadtverbands. Ein Schwerpunktthema waren "gentechnikfreie Zonen in Südbaden". Rund 80 Prozent der verarbeiteten Lebensmittel seien mit Genmaterial in Berührung gekommen, erklärte Martin.

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Der Landerwerb durch Schweizer Landwirte ärgerte die deutschen Kollegen, zumal auch diese Geld aus EU-Mitteln erhielten. 2007 ging es um das Ausweisen von 36 Hektar Vogelschutzgebiet im Schwarzwald-Baar-Kreis. Schon damals entstand eine Diskussion um die Kuh als Klimakiller.

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Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 beschäftigte den Stadtverband ebenso, wie das von vielen abgelehnte Naturschutzgroßprojekt Baar. Der BLHV engagierte sich bei der 750-Jahrfeier der Stadt Blumberg und beim Hoffest in Kommingen 2013. Der Naturschutz würde seinen Pflichten nicht nachkommen, erklärte Martin. Inzwischen habe die Debatte um den Dieselmotor die Kuh als Klimakiller abgelöst.

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In Blumberg würde man die Landwirte und ihre Situation kaum zur Kenntnisse nehmen, stellte der BLHV-Kreisgeschäftsführer Karlheinz Bäurer fest. Dabei würden die einzelnen Betriebe im Landkreis 160 Millionen Euro im Jahr erwirtschaften. Dazu kämen noch die Umsätze aus Biogasanlagen und Ferienwohnungen.

BLHV-Kreisvorsitzender lobt Stadtverband Blumberg

Der Blumberger Stadtverband sei der aktivste im Kreis. Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende Markus Keller aus Opferdingen bestätigt. Er übernimmt auch die Schriftführung. Stellvertreter bleibt Lukas Gleichauf, Kassierer Stephan Hamburger. Zu Beisitzern wurden Arthur Fricker, Thomas Guth, Helmut Bogenschütz, Frank Greitmann und Günther Heer gewählt. Ekkehard Martin und Hermann Keller, der von 2013 bis 2016 Vorsitzender und anschließend Beisitzer war, wurden verabschiedet. Bei der Gewerbeschau am 22. September in Riedböhringen will der Stadtverband mit einem Stand vertreten sein, sagte Markus Keller.

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BLHV-Referent Hubert God sprach über das Thema "Düngepaket – Was muss ich beachten?". Es gehe nicht nur um die fachliche Düngung, sondern auch um den Schutz der Meere und des Klimas. Amoniak (Stickstoff) trage zur Feinstaubbildung bei. Durch den Austritt dieses Schadstoffs verändere sich die Flora deutlich. Bis 2030 soll deshalb der Ausstoß um 29 Prozent verringert werden. Die Viehhaltung gehe deutlich zurück, die nachhaltige Pflege der Landschaft sei in Gefahr. Ab 2023 sind alle landwirtschaftlichen Betriebe ab 20 Hektar zur Abgabe einer Stoffstrombilanz verpflichtet. Sie müsse nachweisen, wieviele Stoffe in den landwirtschaftlichen Hof gehen und wieviele ihn wieder verlassen.