Der BLHV-Stadtverband Blumberg hat mit seinen 148 Mitgliedern im Bezirk Donaueschingen eine Vorreiterrolle. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Hohen Randen“ in Randen deutlich. Von insgesamt 66 aktiven Landwirten waren 21 Landwirte gekommen. Blumberg war mit der Gründung 2007 der erste Stadtverband im Bezirk, und er ist der größte.

Kreisvorstand vertreten

Mit Uwe Münzer aus Neudingen und Johannes Schwörer aus Bräunlingen waren zwei der drei Mitglieder des neuen Kreisvorstandsteams anwesend. Das Team, zu dem noch Hans Riesle aus Gütenbach gehört, war gebildet worden, als der Kreisvorsitzende Karlheinz Bäurer aus Aasen im November nach 22 Jahren im Amt verabschiedet wurde.

Bild: Schönlein, Ute
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Der Höhepunkt des Blumberger Stadtverbands im vorigen Jahr war die Teilnahme an der Gewerbeschau am 22. September im Gewerbegebiet Riedböhringen, sagte der Vorsitzende Markus Keller. Dort präsentierte sich der Stadtverband mit einem Informationszelt rund um das Thema Landwirtschaft. „Unsere Hauptaufgabe war, die Besucher über die Auswirkungen des Volksbegehrens „Pro Biene“ aufzuklären“, erklärte Keller.

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Drastische Auswirkungen

Wäre das Begehren erfolgreich gewesen, hätte das für die Blumberger Landwirtschaft drastische Auswirkungen gehabt, betonte der Vorsitzende: In Schutzgebieten hätten die Landwirte dann keine Spritzmittel mehr verwenden dürfen, und auf Blumberger Gemarkung seien außer in Teilen Kommingens und Riedöschingens fast flächendeckend Schutzgebiete.

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Auf der Gewerbeschau zeigten die Landwirte außerdem die Entwicklung der Landwirtschaft auf Blumberger Gemarkung in den letzten 40 Jahren auf, informierten über die landwirtschaftlichen Produkte und die Bedeutung der grünen Kreuze. Und mit einer Malecke und einem Melkeuter bezogen sie auch die Kinder mit ein.

„Es war ein schöner Tag, es war gut, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen“, sagte Kassierer Stephan Hamburger. Auch der zweite Vorsitzende Lukas Gleichauf sieht das Ziel erreicht: „Die Landwirtschaft zum Verbraucher zu bringen.“

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Geärgert hat den Stadtverbandsvorsitzenden die Erhöhung der Grundsteuer A, die Grundsteuer für landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen, von 385 auf 500 Punkte, laut Keller rund 30 Prozent. Die Begründung, diese Steuer sei letztmals zum 1. Januar 2004 erhöht worden, überzeugte den Vorsitzenden nicht. Er habe den Bürgermeister und die Fraktionen vor der Entscheidung, die mit 12:11 Stimmen knapp ausfiel, angeschrieben, leider ohne Erfolg.

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Die Blumberger Landwirte blicken nach vorne. Aufmerksam hörten sie Oliver Maier, dem Leiter der BLHV-Bezirksgeschäftsstelle Donaueschingen zu, der über das Thema Vererben und Vorsorgevollmacht berichtete. Anhand von Beispielen machte Maier anschaulich deutlich, wie wichtig es ist, dass im Falle eines Todes die Angelegenheiten für die Hinterbliebenen geregelt sind.

Angelegenheiten regeln

Ein Punkt: Es muss klar sein, wer und was in dem jeweiligen Testament bedacht sein sollen. Wenn zum Beispiel bei Ehepaaren keine Kinder da sind und in einem Todesfall noch Geschwister des Verstorbenen leben, können diese Ansprüche gemäß der gesetzlichen Erbfolge stellen.

Genauso wichtig ist eine Vorsorgevollmacht. Sie dient dazu, eine gesetzliche Betreuung zu vermeiden, weil in diesem Fall dann der Betreuer das alleinige Sagen hat und alleine entscheiden kann, ungeachtet der Wünsche des zu Betreuenden und seines Umfeldes.

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