Großartigen Handballsport gab es in den achtziger, neunziger und zu Beginn der 2000er Jahre in Blumberg zu sehen. Zwischenzeitlich trat der TSC Blumberg sogar mit vier Männermannschaften in den verschiedenen Ligen an. Seit dem vergangenen Sommer sind nur noch eine Frauen- und eine zweite Männermannschaft übrig geblieben. Vorbei sind die Zeiten der Top-Spiele mit einer bei den Gegnern gefürchteten heißen Atmosphäre in der Eichbergsporthalle. Kommenden Samstag gibt es nun ein kleines Comeback. Ein Handballspiel mit Blumberger Jungs und dazu noch ein Top-Spiel der Bezirksklasse.

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  • Erste Mannschaft abgemeldet: Im vergangenen Sommer entschloss sich der TSC schweren Herzens dafür, die erste Männermannschaft aus der Bezirksklasse Bodensee-Hegau abzumelden. Einige Spieler hörten mit dem Sport auf, andere zogen aus beruflichen Gründen weg. Der Talentquell aus dem eigenen Nachwuchs sprudelte auch nicht mehr. Einige wenige Spieler blieben übrig. Sie schlossen sich dem VfH Schwenningen an, bei dem zuvor bereits die letzten verbliebenen Spieler des HSV Donaueschingen eine neue sportliche Heimat fanden.

Trainer Manuel Hertz-Eichenrode wechselte mit seinen Spielern

  • Ebenfalls zu den Neckarstädtern wechselte TSC-Trainer Manuel Hertz-Eichenrode. Vereinbart wurde damals, dass es auch weiterhin Spiele in Blumberg geben soll. Das erste davon steht am kommenden Samstag ab 20 Uhr an, wenn der Tabellendritte VfH den um drei Punkte besser platzierten TV Aixheim II in der Bezirksklasse Neckar-Zollern empfängt und es um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga geht.
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  • Freude auf Rückkehr: Die Spieler freuen sich auf den Abstecher nach Blumberg. "Unterm Eichberg war immer eine klasse Stimmung bei Handballspielen. Wegen der Tabellenkonstellation brauchen wir die Zuschauer", sagt Benjamin Früh. Der Donaueschinger ist Kapitän des VfH.

Hoffen auf viele Zuschauer

  • Wie aber wird nach der langen Abstinenz der Handball am Samstag nach Blumberg von den Zuschauern angenommen? "Einerseits freuen wir uns auf den Abend und das Spiel. Andererseits befürchte ich, dass der Handballsport in Blumberg etwas in Vergessenheit geraten ist. Ich lasse mich aber gern von einer großen Zuschauerzahl belehren und hoffe auf eine gute Kulisse", sagt TSC-Abteilungsleiter Marcel Kanter. Schließlich waren es auch die Blumberger Jungs, die nach dem Abstieg des VfH aus der Bezirksliga am Ende der vergangenen Saison jetzt für einen neuen Aufschwung gesorgt haben, sodass realistische Chancen bestehen, sofort den Wiederaufstieg zu schaffen. Kanter sieht für Samstag "die besten Voraussetzungen für einen tollen Handballabend in der Eichberghalle gegeben". Sportlich sei mit einem Top-Duell in der Liga zu rechnen.

Die Blumberger Handballer hatten ihre Blütezeit in der Oberliga

  • Mit dem Aufstieg in die Oberliga gelang dem TSC Blumberg einst der größte sportliche Erfolg. Bundesligisten wie Schutterwald oder Essen waren am Eichberg zu Gast. Damals war es unvorstellbar, dass die südbadische Handball-Hochburg einmal fast in der Bedeutungslosigkeit verschwinden könnte. Danach aber sieht es aktuell aus. Zumindest deshalb sollte das Comeback einer Sportart, die in den vergangenen drei Wochen ganz Deutschland bei der Heim-Weltmeisterschaft begeisterte, am Samstag auch wieder die Blumberger begeistern. Die aktuelle Mannschaft aus Schwenningen, Blumberg und Donaueschingen hat sich die Unterstützung verdient und möglicherweise gibt es ja dann im kommenden Jahr sogar wieder Bezirksliga-Handball in Blumberg zu sehen. Wenngleich wohl auch nur an einem oder zwei Samstagabenden.