Blumberg – Leonie Kuntz (15) aus Blumberg strahlt. Vorigen Freitag spielte die 15-jährige Handballtorhüterin das erste Mal in der Nationalmannschaft, nun hat sie ein großes Ziel: Sie will bei der Handball-Europameisterschaft der Jugendmannschaften in den Sommerferien mit dabei zu sein. Zunächst hofft sie auf eine Einladung für den nächsten Lehrgang der Nationalmannschaft im März.

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Ihr Auftakt im Nationalteam beim Master-Cup in der Schweiz kann ihr Mut machen. Bei ihrem ersten Einsatz am Freitag gegen das U18-Team der Schweiz, als sie im Tor stand, verhalf sie ihrer Mannschaft im ersten Spiel in Zug gleich zu einem Sieg mit 31:26 Toren. Das zweite Spiel am Sonntag gewann die Schweiz mit 23:19. Bei diesem Spiel musste Leonie als eine von drei Torhüterinnen pausieren. Pro Spiel kommen immer zwei Torhüterinnen zum Einsatz.

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Leonie Kuntz, die Tochter von Miriam Kuntz, früher selbst Handballspielerin und Handball-Trainerin, ist ein Eigengewächs vom TSC Blumberg. Seit 2016 spielt sie beim SV Allensbach: mit der B-Jugend in der Baden-Württemberg-Liga und mit den Damen II ebenfalls in der Baden-Württemberg-Liga. Die erste Damen-Mannschaft von Allensbach spielt bekanntlich in der dritten Handball-Bundesliga.

Torhüterin Leonie Kuntz (links) aus Blumberg freut sich mit der baden-württembergischen Handball-Auswahl nach dem Sieg im Deutschland-Cup. Im Finale hatte ihr Team Westfalen klar mit 25:15 Toren besiegt.
Torhüterin Leonie Kuntz (links) aus Blumberg freut sich mit der baden-württembergischen Handball-Auswahl nach dem Sieg im Deutschland-Cup. Im Finale hatte ihr Team Westfalen klar mit 25:15 Toren besiegt. | Bild: Barbara Hetmanek

Das Talent von Leoni Kuntz ist längst bekannt. Über die Südbadenauswahl und das Team von Baden-Württemberg schaffte sie jetzt sogar den Sprung in die Nationalmannschaft. Dieses Jahr begann gleich intensiv. Vom 2. bis 6. Januar war sie mit der Baden-Württemberg-Auswahl im Deutschland Cup erfolgreich, der erstmals ausgetragen wurde, gespielt wurde im Raum Sindelfingen.

Alle Landesverbände vertreten

Dort waren alle Landesverbände vertreten, darunter Hessen, Niederrhein, Hamburg, Berlin. Baden-Württemberg gewann durch einen 25:15-Sieg im Finale gegen Westfalen. Mit dabei waren Leonie Kuntz im Tor und ihre Allensbacher Mannschaftskollegin Kimberly Gisa, die sogar in das All-Star-Team gewählt wurde. Leonie ist Teamplayerin: Sie und Kimberly unterstützten sich gegenseitig, sagt sie.

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In einem Bericht im Internet über die Premiere des Deutschland-Cups hießt es unter www.handball-world.news: "Im Finale setzte sich Baden-Württemberg I gegen Westfalen – trainiert von Franziska Heinz, 1993 Weltmeisterin und 1997 WM-Dritte mit der deutschen Nationalmannschaft – sicher mit 25:15 (13:8) Toren durch. Gestützt auf eine konsequente Abwehr mit einer starken Torhüterin Leonie Kuntz dahinter, zog das baden-württembergische Team nach dem 0:1-Rückstand unaufhaltsam davon und führte nach 12 Minuten bereits mit 8:4 Toren. Kurz vor der Pause betrug der Vorsprung gar sechs Treffer (13:7), ehe die Gäste zum Halbzeitstand von 13:8 verkürzten."

Leonie Kuntz und ihre Mannschaftskameradin Kimberly Gisa vom SV Allensbach freuen sich nach dem Gewinn des Deutschland-Cups. Bild: Nicole Gisa
Leonie Kuntz und ihre Mannschaftskameradin Kimberly Gisa vom SV Allensbach freuen sich nach dem Gewinn des Deutschland-Cups. Bild: Nicole Gisa | Bild: Nicole Gisa

In den zweiten 25 Minuten kam Westfalen beim 18:15-Zwischenstand noch einmal etwas auf (38.), doch dann schossen die jungen Damen aus Baden-Württemberg sieben Tore in Folge zum 25:15-Endstand, während die Westfälinnen zunehmend ihre Kräfte verließen und sie sich am Ende deutlich geschlagen geben mussten.

Das deutsche Männerteam sieht Leonie bei der EM weit vorne

Der deutschen Nationalmannschaft traut Leonie Kuntz bei der aktuellen Handball-WM nach den bisherigen Spielen viel zu. Ihre Lieblingsspieler sind Torhüter Andreas Wolff und Hendrik Pekeler.