Blumberg – Bei der Maschinenbaufirma Teubert aus Blumberg-Zollhaus herrscht Freude. Das Interesse auf der K-Messe in Düsseldorf an ihrem neuen Verfahren ist riesig, so wie erhofft, schildert Marketingleiterin Tamara Teubert. Das Atecarma Verfahren der innovativen Tüftler aus Zollhaus ist ressourcenschonend, es bietet die Möglichkeit, Partikelschäume mit verschiedenen Verbundmaterialien wie zum Beispiel Holz oder Aluminium zu Hybridbauteilen zu verbinden.

Größte Kunststoffmesse weltweit

Die K-Messe ist die ideale Plattform, um die Neuheit zu präsentieren. Ist es doch die weltweit größte Kunststoffmesse, die alle drei Jahre stattfindet. Dort präsentieren sich 3293 Aussteller aus 61 Ländern, bei der letzten Messe, der K 2016, hätten 230 000 investitionsfreudige Besucher aus aller Welt für eine hervorragende Stimmung gesorgt, berichtet Tamara Teubert. Welche Bedeutung die Kunststoff-Branche der Innovation aus Blumberg beimisst, zeigt sich unter anderem daran, dass im „Messkurier“ darüber berichtet wird.

Das Ausstellungsexponat der Firma Teubert. Hier findet man die drei großen Themenbereiche des Unternehmens. Links die CCM Technologie mit Musterplatten und -profilen sowie Präsentation und Videos, in der Mitte das neue Atecarma-Verfahren mit Musterteilen, Präsentationen und Videos. Rechts wird das Automatisierungs-Knowhow anhand einer Handlingsmaske dargestellt. Bild: Tamara Teubert
Das Ausstellungsexponat der Firma Teubert. Hier findet man die drei großen Themenbereiche des Unternehmens. Links die CCM Technologie mit Musterplatten und -profilen sowie Präsentation und Videos, in der Mitte das neue Atecarma-Verfahren mit Musterteilen, Präsentationen und Videos. Rechts wird das Automatisierungs-Knowhow anhand einer Handlingsmaske dargestellt. Bild: Tamara Teubert | Bild: Tamara Teubert

Die Firma Teubert mit 90 Beschäftigten präsentiert sich auf der K-Messe in Düsseldorf, die unter dem Motto „Kunststoffindustrie 4.0“ steht, mit drei großen Kernthemen: dem Atecarma-Verfahren, der Automatisierung und einer intelligenten Maschinentechnik. Im Mittelpunkt der Firmenphilosophie steht der Mensch, der durch Wissen, Erfahrung, Können und Fortschritt wirkt, und nicht die Technik.

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Mit dem neuen Atecarma-Verfahren lassen sich multifunktionelle Formteile aus Partikelschäumen (zum Beispiel EPP, EPC, ETPU, EPS) ohne den Einsatz von Dampf und Wasser herstellen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Durch den Einsatz selbst entwickelter chemischer Aktivatoren „entstehen erste chemische Verbindungen zwischen dem Aktivator und der Oberfläche der Schaumstoffperle.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Nach dem Trocknen bleiben die vorbehandelten Schaumstoffperlen rieselfähig und lange lagerfähig.“ Beim Herstellen der Bauteile werden die vorbehandelten Perlen in ein formgebendes Werkzeug gefüllt und auf Anlagen verarbeitet, die bekannten Maschinenkonzepten weitgehend ähnlich sind.

Das Verfahren eignet sich besonders für das Herstellen von Verbund- beziehungsweise Sandwichapplikationen aller möglichen Varianten, zur Herstellung von Dünnwandteilen, zur Verbindung von Partikelschaum mit zum Beispiel Spritzgusselementen, Stahl, Aluminium oder Holz.

Atecarma ersetze in erster Linie nicht die klassischen Herstellungsverfahren sondern eröffne das Umsetzen völlig neuer Anwendungsfelder, speziell dort, wo sich seither Wasser und Dampf eher nachteilig ausgewirkt haben, wie bei Verbindungen von Schaum und feuchtigkeitsempfindlichen Textilien und Verbundstoffen.

Neue App entwickelt

Ein zweites großes Feld ist die Automatisierung, wo Teubert ebenfalls zu den Vorreitern zählt. So liefern die Maschinenbauer aus Zollhaus ihren Kunden auf Wunsch kundenspezifische voll automatisierte Produktionszellen. „Letztes Jahr haben wir die erste vollautomatische Produktionszelle gebaut, unter anderem mit Roboter, Kamerasystemen, Labeldrucker, Gewichtskontrolle, RFID Codierungssystem, welche eine 100 prozentige Qualitätskontrolle ermöglicht, alles aus Teubert-eigener Hand“ erklärte Marketingleiterin Tamara Teubert stolz. Die Sofware der Maschinen entwickelt dabei die Partnerfirma ATS-Systeme mit Sitz in Donaueschingen und Andreas Teubert als Geschäftsführer. ATS habe eine neue Prozessüberwachungs-App neu entwickelt, die nun auf der Messe vorgestellt werde.

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Auch beim dritten Schwerpunktthema, der intelligenten Maschinentechnik, kann Teubert mit einer breiten Erfahrung über die Vernetzung aufwarten, die maßgeblich über den Erfolg eines Produkts und Unternehmens mit entscheidet.

Weitere Infos unter
http://www.teubert.de

Die Messe

Die Messe „K 2019 – A world of pioneers“ ist vom 16. bis 23. Oktober in Düsseldorf. Sie ist täglich von 10 bis 18.30 Uhr für das Publikum geöffnet und für Aussteller von 7.30 bis 19.30 Uhr. Die Maschinenbaufirma Teubert ist in der Halle 13 am Stand A60. Weitere Infos über die Messe im Internet: http://www.k-online.de.