Zu einem Fest des Glaubens wurde am Sonntag die erste Wallfahrt der Kirchengemeinde Blumberg. Über hundert Gläubige machten sich gemeinsam auf den Weg.

Die Wallfahrt begann mit einem festlichen Gottesdienst in der St.-Andeas-Kirche in Blumberg. „Alle sollen eins sein“, eine Stelle aus dem Johannes-Evangelium, war der Leitgedanke des Tages. „Wir sind zusammen, aber noch lange nicht eins“, stellte Pfarrer Karl-Heinz Brandl in seiner Predigt fest. Doch nicht nur untereinander müssten die Gläubigen eins werden, sondern natürlich auch mit Gott. Nach dem Gottesdienst machten sich die Gläubigen gemeinsam auf den Weg zu Fuß nach Riedböhringen. Der Zug wurde angeführt von den Ministranten, die Kreuz und Fahne trugen. Das erste Ziel war die Kapelle von Gerhard Müller, die rechts von der Bundesstraße steht. Die Kapelle, die zu einer Mühle gehörte, stammt aus dem Jahr 1874. Die sonst verschlossene Kapelle war geöffnet und konnte von den Wallfahrern besichtigt werden. Nach einer Andacht bei der Kapelle machten sich die Gläubigen weiter auf den Weg. Nächste Station war die Kapelle von Johann Engesser im Sommerweg, die 2012 erbaut wurde. Auch hier wurden für die Anliegen in der Kirchengemeinde gebet. Anschließend ging es zum gemeinsamen Mittagessen in das Gasthaus Belo More.

Eine weitere Anlaufstelle der Wallfahrt war die St.-Genesius-Kirche in Riedböhringen. Pfarrgemeinderätin Birgit Greif stellte in einer Führung die Kirche vor. Der schöne Chorraum der St.-Genesius-Kirche ist aus der Barockzeit und so wurde das Langhaus, das 1910 erbaut wurde, ebenfalls im Barockstil erbaut. Am Grab von Kardinal Bea, dass sich ebenfalls im Chorraum befindet, schloss sich der Kreis, denn auf der Grabplatte steht geschrieben „Dass alle eins seien wie du Vater in mir und ich in dir, damit die Welt glaube.“ Nach der Abschlussandacht in der Kirche ging das Programm im Kardinal-Bea-Museum weiter. Die Riedböhringer Ministranten, die nächstes Jahr an der Rom-Wallfahrt teilnehmen, übernahmen die Bewirtung im Museum und boten Kaffee und Kuchen an. Pfarrer Erwin Roser führte die Gläubigen durch das Geburtshaus von Kardinal Bea und berichtete von seinem Werdegang und seines Wirkens.

Die erste Wallfahrt der Kirchengemeinde wurde von den Pfarrgemeinderätinnen Martina Baschnagel, Luzia Baumann, Birgit Greif und Birgit Heizmann organisiert. In den kommenden Jahren sollen weitere Wallfahrten stattfinden. Der Pfarrgemeinderat hat dazu einen festen Termin beschlossen, nämlich immer am ersten Sonntag nach Schulbeginn. Welche Pfarrei nächstes Jahr besucht wird, steht noch nicht fest, aber am 16. September 2018 heißt es wieder „Aufstehn, aufeinander zugehn“.