Bis Weihnachten sollen viele Blumberger Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen sein, stellten Bürgermeister Markus Keller und der Zweckverbandsgeschäftsführer Jochen Cabanis in Aussicht. Die Informationsveranstaltung in der Stadthalle war am Mittwochabend gut besucht. Viele Interessenten nahmen im Anschluss Anträge mit, um am kommunikativen Fortschritt teilzuhaben.

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Mit der bisherigen Technik über das Kupferkabel sei eine moderne Kommunikation nicht möglich gewesen, stellte der Bürgermeister fest. In den nächsten Wochen müsse noch an vielen Hausanschlüssen gearbeitet werden. Für den Glasfaseranschluss im Haus habe die Blumberger Firma Metz Connect eine spezielle Informationsbroschüre herausgebracht. Die Besucher konnten diese mitnehmen. Der Anschluss in Eigenarbeit sei nicht schwer, versicherte der Bürgermeister.

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Im Schwarzwald-Baar-Kreis sei Blumberg inzwischen die Hauptstadt des Glasfasers. Rahmenbedingungen wie hier seien im ländlichen Raum nicht selbstverständlich. Wenn eine junge Familie ein Haus bauen möchte, gelte die erste Frage dem schnellen Internet.

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Im kommenden Jahr beginne das Verlegen von Glasfaserkabel auch im Achdorfer Tal. Die übrigen Stadtteile mit Kupferkabel seien nicht in Vergessenheit geraten. Da über die Glasfaser auch eine optimale Fernsehübertragung möglich sei, könne jeder an die Gemeinschaftsantennenanlage angeschlossen Hausbesitzer seinen Vertrag dort vorzeitig kündigen, hieß es. Die Antennenanlage bleibe vorerst erhalten, die Nutzer müssten aber mit einer Gebührenanhebung rechnen.

Nach der Verkabelung des Streckenabschnitts verlegen Arbeiter im Auftrag der Firma Stiegeler die Verbundsteine für den Gehweg auf der Hauptstraße unterhalb der Stadthalle. Bild: Reiner Baltzer
Nach der Verkabelung des Streckenabschnitts verlegen Arbeiter im Auftrag der Firma Stiegeler die Verbundsteine für den Gehweg auf der Hauptstraße unterhalb der Stadthalle. | Bild: Reiner Baltzer

Antennenanlage bleibt vorerst

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald Baar, Jochen Cabanis, berichtete, in Blumberg sei man ziemlich weit fortgeschritten mit den Anschlüssen. Es fehle aber noch ein zweiter Technikstandort für die zentrale Anbindung. Bis Ende November soll dieser in einer Fertiggarage eingerichtet sein. Wegen der Glasfaserverlegung fehlten in manchen Straßen noch die komplette Decke. Inzwischen habe Blumberg die meisten Anschlüsse für das schnelle Internet im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Glasfasernetz mit Frankfurt und Zürich verbunden

Bei der Präsentation gab es zunächst technische Probleme. Doch dann konnte Cabanis endlich doch die Bilder der Betreiberfirma Stiegeler erläutern. Ihr Glasfasernetz ist inzwischen ringförmig mit den großen Knotenpunkten Frankfurt und Zürich verbunden. Die Ringleitung sorge für einen zuverlässigen Datenfluss. Im Notfall werde gewerblichen Kunden sofort innerhalb der üblichen Geschäftszeiten geholfen. Bei Privatkunden sieht der Zeitrahmen hier 24 Stunden vor. Fast alle neueren Router (FRITZBox) würden funktionieren.

Ärger über die Telekom

Zum Schluss machte Bürgermeister Keller erneut seinem Unmut über die Telekom deutlich. Vor fünf Jahren wollte dieses Unternehmen Millionen Euro für den Anschluss der Blumberger Kernstadt über das veraltete Kupferkabel. Jetzt reiße die Telekom die Straßen kostenlos auf, oftmals dort, wo die Stadt mit ihrer Glasfaserverlegung gerade fertig sei. Für solche neuen Straßenarbeiten sei die Stadt Blumberg nicht verantwortlich. Einige Zuhörer hatten im Anschluss noch teilweise sehr spezielle Fragen.

Viele Interessenten lassen sich am Mittwochabend in der Stadthalle über den Glasfaseranschluss informieren. Bild: Gernot Suttheimer
Viele Interessenten lassen sich am Mittwochabend in der Stadthalle über den Glasfaseranschluss informieren. | Bild: Gernot Suttheimer