Der Neujahrsempfang der Stadt Blumberg mit der Einführung von Bürgermeister Markus Keller in seine zweite Amtszeit ging schon eine geraume Weile, bereits fünf Redner hatten schon allesamt gute Grußworte gesprochen, dann kam er. Wer? Die Rede ist von Friedhelm Friker, Personalratsvorsitzender der Stadtverwaltung Blumberg und sattsam bekannt als närrisches Original, das schon viele Programmabende in der Bütt bereichert hat und seit ein paar Jahren als Sitzungspräsident der Blumberger Narrengesellschaft für gute Laune sorgt.

Friker begann gleich mit einem Zitat: "Eine gute Kommunalverwaltung erkennt man daran, dass sie auch dann noch gut arbeitet, wenn der Bürgermeister anwesend ist." Das Zitat, das gleich für Schmunzeln sorgte, stammt von Stuttgarts früherem OB Manfred Rommel. An seinen Chef Markus Keller und dessen Beginn vor acht Jahren gewandt sagte Friker: "Sie haben angekündigt, dass Sie Mauern einreißen" – kurze Pause – "als erstes wurde ihr Büro vergrößert", womit Friker das Publikum erneut hinter sich hatte. Vieles hätten sie gemeinsam geschafft, unter anderem 88 Neueinstellungen, 24 Höhergruppierungen und das Einführen der leistungsbezogenen Bezahlung. Erheiternd wiederum Frikers Ausblick auf die kommenden acht Jahre: "Ich gehe vorher in Rente", schmunzelte der 57-jährige Original-Blumberger. Und dann kam Friker auf die bevorstehende Fastnacht zu sprechen. Sein Chef Markus Keller habe ihm einmal gesagt, an Fastnacht dürfe er in der Stadthalle alles sagen, was er wollte. Pause: "Ich tue es heute schon." 

Sprach's, setzte sich flugs die Narrenkappe auf und würdigte seinen Chef in humorvollen Reimen. Im Wahlkampf gab es keine Konkurrenz, "er ging nicht mal von Haus zu Haus, Wahlgeschenke die fielen aus! Es gab keine Kugelschreiber mit seinem Namen und auch keine Sonnenblumensamen." Das Publikum im Saal tobte.