Mit dem Motto „Du bist der Verbraucher, du hast die Wahl!“ nahm die Hondinger Landjugend am Kreiserntedankfest in Mundelfingen teil. Ein Beobachter meinte zweifelnd, viele der Zuschauer würden jetzt am Straßenrand stehen und zustimmen, und demnächst wieder in Supermärkten einkaufen. Doch das ist auch zu einfach formuliert.

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Das Motto der Hondinger Landjugend trifft den Kern. Abgesehen von Menschen in der Armut kann sich jeder Einzelne täglich aufs Neue entscheiden, was er essen möchte und woher er die Nahrung beziehen möchte. Und das wirkt sich dann wieder auf die Landwirtschaft aus. Jeder kann entscheiden, wie viel Fleisch, wie viel Kartoffeln, wie viel Gemüse oder wie viel Obst er essen möchte.

Ohne Bienen keine Bestäubung

Und beim Obst sind wir bei den Bienen. Ohne Bienen gebe es keine Bestäubung, dann müssten das die Menschen von Hand erledigen, wie das die Schriftstellerin Maja Lunde in ihrem Buch „Die Geschichte der Bienen“ schildert. Bienen sind ein Indikator für den Zustand der Natur, das Bienensterben ist ein Signal, dass das Gleichgewicht in der Natur aus dem Lot geraten ist. Wer dafür vor allem den Landwirten die Schuld in die Schuhe schieben will, macht es sich zu einfach. Die Gründe sind vielfältig.