Die Blumberger Sauschwänzlebahn wird vom Land Baden-Württemberg weiterhin gefördert. Im Reiterstellwerk am Bahnhof Blumberg-Zollhaus übergab der baden-württembergische Tourismusminister Guido Wolf Blumbergs Bürgermeister Markus Keller einen Förderbescheid über 112 000 Euro. Das Geld stammt aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes und soll in den Oberbau investiert werden, um die Betriebssicherheit von Deutschlands wohl schönster Museumsbahn auch weiterhin zu gewährleisten.

Minister Guido Wolf stellte fest, die Unterstützung der Sauschwänzlebahn habe in der Landesregierung Tradition, schon unter dem früheren Wirtschaftsminister Ernst Pfister (aus Trossingen). Insgesamt habe Blumberg in den letzten Jahren rund 4,5 Millionen Euro aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes erhalten, den größten Anteil dafür für die Sauschwänzlebahn. Und das bei einem Gesamttopf von jährlich sieben Millionen Euro (bis vor zwei Jahren fünf Millionen Euro).

Wolf hatte Zahlen: Blumberg habe im Vorjahr 13,5 Prozent mehr Übernachtungen gezählt und 13,2 Prozent mehr Gästeankünfte. Dieses Jahr seien noch deutlich mehr Übernachtungen, der ganze Schwarzwald-Baar-Kreis habe mit Blumberg im Tourismus zugelegt.

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller, seit Januar 2010 im Amt, schilderte die letzten Jahre der Sauschwänzlebahn, die während seiner Amtszeit größere Veränderungen erfuhr. Seit 2013 sei die Museumsbahn kein Eigenbetrieb mehr sondern eine GmbH & Co. KG (die Bahnbetriebe Blumberg) mit der Stadt als alleinigem Gesellschafter.

Keller schilderte die schwierige Ausgangssituation im Vorfeld, als sie in der Saison 2011/12 die Museumsstrecke erstmals seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1977 sperren mussten, weil die Spurweite nicht mehr gestimmt habe. In diesem Zusammenhang habe es auch einen Wechsel bei der Betriebsleitung gegeben. Seit 2013 fahre die Stadt mit eigenen Fahrzeugen, "da sind wir wesentlich flexibler, ehrenamtlich war das zum Teil nicht mehr zu bewerkstelligen", so Keller.

Seit der Änderung hin zu einer GmbH hätten sie vieles ausprobiert, unter anderem mehr Fahrtage, doch dabei habe sich gezeigt, dass sich die Fahrgastzahlen nur auf die Züge verteilen. Die Sauschwänzlebahn sei in Deutschland die zweitgrößte Museumsbahn, sie hätten auch ermittelt, welche Auswirkungen die Bahn für Blumberg habe.

Jährlich zähle die Bahn rund 100 000 Fahrgäste, in Blumberg gebe es nicht Betten für alle. Der ganze Schwarzwald-Baar-Kreis und auch Übernachtungsbetriebe im Landkreis Waldshut profitierten davon. Keller: "Wir versuchen, die Bahn in das 21. Jahrhundert zu bringen", dazu zählten Ingenieurs- und Erlebnisfahrten wie der Westerntag für neue Zielgruppen.