Blumberg – Die Nachricht über die 120.000 Euro des Landes für einen Kunstrasen in Blumberg ist ein Startschuss. „Wir freuen uns riesig“, sagte Bürgermeister Markus Keller über die Mittel aus dem Landesförderprogramm Solidarpakt Sport. „Nun können wir mit den Planungen und Aktivitäten loslegen.“ Den Kostenaufwand insgesamt schätzt Keller auf mindestens 400- bis 500.000 Euro, wobei der TuS Blumberg sich auch einbringen wolle.

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Der Zuschuss kommt auch zur richtigen Zeit, um die durch Corona arg gebeutelten Vereine mental wieder ein bisschen aufzurichten.

  • Marco Hörenz, Vorsitzendes des TuS Blumberg: „Das ist eine sehr positive Nachricht, und sie kommt genau zu der Zeit, wo der TuS Blumberg wieder aus dem coronabedingten Dornröschenschlaf starten und den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen kann.“ Dass aus den Bundesfördertöpfen dieses Jahr kein Zuschuss für dieses Projekt nach Blumberg geflossen sei, sei für sie zuerst einmal ernüchternd gewesen. „Dass wir jetzt schon einmal einen Betrag in dieser Höhe bekommen, gibt uns Auftrieb und motiviert uns, am Ball zu bleiben.“
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  • So gestärkt, blickt der Vorsitzende nach vorne und erklärt: „Wir werden mit der Stadt weiter in Kontakt bleiben“, letztlich falle die Entscheidung, wie es weitergeht, im Gemeinderat. Bestärkt fühlen sich Hörenz und die anderen Mitglieder im Team dadurch, dass der Gemeinderat einstimmig für einen Kunstrasen votiert habe. „Wir hoffen natürlich auf einen schnellstmöglichen Spatenstich, weil dieser Kunstrasen ja allen Fußballvereinen im Raum Blumberg zugute kommen soll.“ Schade sei, dass der TuS Blumberg wegen des Saisonabbruchs wieder nicht aufsteigen könne, was er aus eigener Kraft hätte schaffen können, nachdem in der vorigen Teilsaison schon der zweite Platz, auf dem der TuS stand, für den Aufstieg nicht berücksichtigt worden sei.

Das sagt Jürgen Meister vom VfL Riedböhringen

Jürgen Meister, Vorsitzender des VfL Riedböhringen Archivbild: Hans Herrmann
Jürgen Meister, Vorsitzender des VfL Riedböhringen Archivbild: Hans Herrmann
  • Jürgen Meister, Vorsitzender des VfL Riedböhringen: „Seit Jahren sind wir dran, einen städtischen Kunstrasen zu bekommen. Sobald die Witterung mit Eis und Schnee einsetzt, brauchen wir einen Kunstrasen, wie dies bereits fast alle Gemeinden in der Schwarzwald-Region haben.“ Meister hofft, dass nun wieder Bewegung in das Vorhaben kommt, das schon seit mehreren Jahren von den Vereinen gewünscht wird. „Seit dieser Woche trainieren wir wieder, aber es ist sehr aufwendig. Jeder Spieler muss einen Test haben, das ist sehr kostenintensiv mit einem Riesenaufwand.“ Am Dienstagabend hatten die Aktiven das erste Mal Training hoffen, dass der Inzidenzwert möglichst schnell unter 35 ist, dann würden auch die Tests wegfallen.

Das sagt Andreas Palka vom SV Fützen

Andreas Palka, Vorsitzender des SV Fützen Archivbild: Hans Herrmann
Andreas Palka, Vorsitzender des SV Fützen Archivbild: Hans Herrmann
  • Andreas Palka, Vorsitzender des SV Fützen, merkt an, mittlerweile in der Regel allen umliegenden Gemeinden einen Kunstrasen. Durch das Umsetzen des Projekts erhielten die Vereine der Raumschaft Blumberg dann die selben Voraussetzungen wie die Vereine in den umliegenden Städten und Gemeinden. „Insbesondere in den Herbstmonaten ist das eine zusätzliche Option für alle Blumberger Vereine bei schlechtem Wetter Trainings- oder auch einmal Spielbetrieb zu verlegen.“ Damit könnten die Rasenplätze entlastet werden.

Die Lage entspannt sich – ein Segen

Froh ist Palka, dass sich die Lage langsam entspannt. Nach fast 1,5 Jahren Pandemie sei die nun leicht einsetzende Besserung der Situation ein Segen. Doch es kommt auch Kritik: „Die Bürokratie für die Durchführung von Trainings ist meiner Ansicht nicht ganz nachvollziehbar.“ Er hofft, dass für den Trainings- und Spielbetrieb ab Juli/August die Vereine deutlich mehr entlastet unterstützt werden und nicht durch immense Umsetzungsaufwände und sich dauernd ändernde Regelungen belastet werden.

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„Insgesamt erhoffe ich mir für die Vereine vor allem von unserem Dachverband DFB aber auch von der Politik in den nächsten Monaten insbesondere finanziell und auch sonst noch etwas mehr an Unterstützung mit weniger Bürokratie.“ Auch die Situation im Ehrenamt sollte von der Politik, ähnlich anderer Berufsgruppen, künftig langfristig noch mehr gefördert werden, damit Vereine auch in Zeiten wie der Pandemie überstehen können, betont Palka.

  • Björn Werhan, Vorsitzender des FC Riedöschingen: „Das ist das richtige Zeichen“, zumal der Sport aktuell wieder in den Vordergrund rücke.
  • Oliver Gilly vom Vorstand des SV Hondingen: „Wir freuen uns. Es kommt endlich Bewegung in das Vorhaben.“