Zur Sitzung des Unterbaldinger Ortschaftsrates war auch Joachim Petelka, Leiter des Tiefbauamtes Bad Dürrheim, geladen. Hauptthema der November-Sitzung war sein Abschlussbericht der Hauptprüfung der sogenannten „Speckbrücke“ auf dem Gemeindeverbindungsweg Richtung Pfohren.

„Die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit sind gegeben, auch wenn das Bauwerk nicht mehr in einem Topzustand ist“, erklärte Petelka dem Gremium gleich zu Anfang. Das Positive hierbei sei der Umstand, dass sich seit der letzten Hauptprüfung im Jahre 2003 – also vor mittlerweile 17 Jahren – der Zustand der Brücke nicht wesentlich verändert hat. Damals bekam sie einen Prüfwert von 2,6 bescheinigt, in diesem Jahr einen von 2,7.

Problem für Landwirte

Das klingt zwar im ersten Moment nicht schlecht, aber leider ist die Brücke mit diesem Wert nur mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen für den normalen Verkehr und mit bis zu zwölf Tonnen für den landwirtschaftlichen Verkehr zulässig und zu befahren. Das ist vor allem für die Landwirte, die dort ihre Felder bewirtschaften ein großer Schlag. Denn landwirtschaftliche Fahrzeuge haben heute nicht selten ein Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen. Dadurch müssten die betreffenden Landwirte mit ihren Fahrzeugen einen großen Umweg in Kauf nehmen. Insofern gefiel das Ergebnis des Gutachtens nicht jedem Mitglied des Unterbaldinger Ortschaftsrates, da man eigentlich solche Umwege den Landwirten ersparen möchte. Vor allem Franz Eisele und Michael Biniasz brachten es auf den Punkt: Die Konsequenz der Brückenprüfung bedeute, dass die Vorgaben umgesetzt werden müssen, alles andere wäre fahrlässig.

Erneut wurde klar, dass die Feldwege und die Gemeindeverbindungswege sowie Brücken über diese, bei ihrer Erbauung nicht für solche Belastungen konzipiert wurden. Heute sind die Fahrzeuge viel schwerer. Eine Alternative zur Beschränkung des Gesamtgewichtes auf der Brücke, wäre nur die Erneuerung. Um die Umsetzung der Vorgaben muss sich der Unterbaldinger Ortschaftsrat jedoch keine Gedanken machen. Dafür sind dann andere Ämter zuständig.

Insoweit nahm der Ortschaftsrat den Bericht zur Kenntnis, mit dem Vermerk, dass im kommenden Frühjahr das Bauwerk vor Ort besichtigt werden soll.

Zugestimmt wurde in der Sitzung des Ortschafstrats außerdem einem Bauvorhaben in der Wartenbergstraße zum Umbau und Einbau einer Dachgeschosswohnung.