Wer hätte das gedacht – es ist eine kleine Sensation: Am vergangenen Freitag, 2. Juli, haben sich im Bad Dürrheimer Ortsteil Sunthausen die Landfrauen neu gegründet.

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Vor fast genau zehn Jahren hatten sich die Sunthausener Landfrauen, die ihren Verein 1964 gegründet hatten, damals aufgelöst, vor allem deswegen, weil keine Vereinsvorsitzende gefunden wurde. Damals wünschte sich der damalige Ortsvorsteher Peter Hug so sehr, „dass doch noch ein Phönix aus der Asche steigt“ und den Vorsitz übernimmt und damit dem Ort der Verein der Landfrauen erhalten bleibt. Heute, nach über zehn Jahren, geht sein Wunsch doch noch in Erfüllung, wobei sich sogar mit Anja Grießhaber, Patricia Münk und Kristin Schneider gleich drei Phönixe gefunden haben, die als Vorstandsteam zusammenarbeiten werden. „Ich freue mich natürlich riesig, dass wir die Gründungsversammlung durchführen können“, so der jetzige Ortsvorsteher Albert Scherer.

Die Gründungsmitglieder der neuen Sunthausener Landfrauen: vorn das Vorstandsteam mit Patricia Münk, Kristin Schneider und Anja ...
Die Gründungsmitglieder der neuen Sunthausener Landfrauen: vorn das Vorstandsteam mit Patricia Münk, Kristin Schneider und Anja Grießhaber (von links), hinten von links die Protokollführerin Yvonne Simon, Kassiererin Rebekka Hagge, Kathrin Kammerer und Nora Münzer. Bild: Mandy Heinze

Das Vorstandsteam wurde einstimmig von den Gründungsmitgliedern gewählt, ebenso die Protokollführerin Yvonne Simon und die Kassiererin Rebekka Hagge. Zu den Gründungsmitgliedern gehören außerdem Kathrin Kammerer und Nora Münzer. Auch der Vereinssatzung wurde einstimmig zugestimmt.

Die Idee, so erzählt das Trio, sei bei einem privaten Treffen schon vor dem ersten Lockdown entstanden. Dann wurde ein dreiviertel Jahr lang überlegt, Ideen gesammelt und auch darüber nachgedacht, wer denn dazu passen könnte. Von den neuen Landfrauen sollen alle im Ort profitieren, der Fokus liegt auf den Familien, gemeinsamen Unternehmungen, aber auch dem Ort Sunthausen selbst.

Es soll eine neue Gemeinschaftlichkeit mit den Landfrauen im Ort entstehen. Am liebsten auch gemeinsam mit den anderen Vereinen. „Wir haben viele Ideen, noch fehlt die Umsetzung. Wir könnten uns beispielsweise ein Ferienprogramm im Sommer vorstellen, wir möchten aktuelle Themen aufgreifen und gemeinsame Unternehmungen organisieren, von denen alle im Ort profitieren“, so Kristin Schneider. Aber es soll noch nicht alles offengelegt werden, sie wollen auch überraschen.

Weiterhin sagen sie von sich, dass „sie noch total grün“ sind und sich sehr über die Unterstützung des Landfrauenbezirks Donaueschingen gefreut haben. So kam auch Edeltraud Hofacker, Beisitzerin in der Bezirksvorstandschaft, zur Gründungsversammlung, die hier den Verband vorstellte und ihre Freude darüber ausdrückte, dass sich in Sunthausen wieder ein Ortsverein mit sieben jungen Frauen gründet. „Denn die Basis der Verbände sind die Ortsvereine“, sagt Edeltraud Hofacker. Bald soll auch eine Informationsveranstaltung für die Ortschaft stattfinden.

Mit Gemeinschaftssinn und den Familien im Fokus wollen die jungen Sunthausener Frauen den Sprung in das moderne Heute schaffen. Früher, so Hofacker, wollten die Frauen etwas für sich machen, heute wünschen sich Frauen mehr Gemeinschaftlichkeit und Zeit mit der Familie. Was auf der Internetseite der Landfrauen zu lesen ist, scheint dem neuen Landfrauenverein auf den Leib geschrieben: „Wir bewegen uns auf einem guten Fundament zwischen Tradition und Moderne, zwischen Kochen und Computer, zwischen Tracht und Jeans. Wir sind offen und engagiert, aktiv und kompetent, motiviert und zukunftsorientiert, voller Power und Tatendrang.“

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