Zwar verlost der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg und Hessen (Deutsches Rotes Kreuz) vom 3. August bis 11. September unter allen Blutspendern wöchentlich einen Weber Gasgrill, doch war in Bad Dürrheim dieser Anreiz nicht vonnöten. Erneut strömten etwa 190 Bürger zur Blutspende in das Haus des Bürgers. „Ein guter Durchschnittswert, wie in den Jahren zuvor“, kommentiert der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Lothar Schmidt den Nachmittag.

Da Blutspenden nicht auf Sars-CoV-2 getestet werden können, galten diesen August striktere Vorsichtsregeln bei der Zulassung von Spendern. Wer beispielsweise Symptome eines Atemwegsinfekts wie Fieber aufwies, in den letzten beiden Wochen Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte, oder innerhalb der letzten beiden Wochen aus einem Risikogebiet, etwa dem Landkreis Dingolfing-Landau in Bayern, in die Heimat zurückgekehrt ist, konnte nicht teilnehmen. „Wir müssen die PC-Daten noch auswerten, aber nach meinem Empfinden war die Zahl der abgelehnten Personen nicht höher als sonst“, so Schmidt.

Trotz technisch fortschreitender Verfahren bei synthetisch hergestelltem Blutersatz für Bedürftige bleibt die Nachfrage nach Spenderblut, insbesondere in den Sommermonaten, extrem hoch. Sommerliche Aktivitäten und Ausflüge treiben die Unfallzahlen in die Höhe. Der Bad Dürrheimer Ortsverein und das zu seinem Einzugsgebiet gehörende Brigachtal veranstalten jedes Jahr sieben Spendentermine.

Finanziell leidet auch der Ortsverein durch Corona unter großen Einbußen. „Seit Corona müssen die Sanitätswachdienste abgerechnet werden, dann der Ausfall von Dienstangeboten beim abgesagten Brigachtaler Dorffest oder der Sommersinnfonie„, summiert Schmidt. Aktuell kann der Ortsverein auch keinen Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen anbieten. „Dabei hat unser Verein vier Einsatzfahrzeuge zu warten und eine Menge medizinisches Material zu pflegen“, sagt Schmidt. Umso mehr ist der Ortsverein auf Finanzen von Fördermitgliedern angewiesen. Informationen hierzu gibt es unter www.drk-bad-duerrheim.de.