Bad Dürrheim ist eine von acht Gemeinden im Ländle, die im Rahmen der Digitalakademie@BW neue Strategien für die Kommune im Kontext der Digitalisierung erarbeitet. Dafür fand am 6. und 7. Februar in Bad Dürrheim das achte Digital-Labor statt. Ziel ist die Attraktivierung der Innenstadt, sowohl für Touristen, Gäste als auch für Bürger.

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ist gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart für das Kommunale Innovations-Center (KIC@bw) verantwortlich und unterstützt die Stadt bei diesem Prozess. 15 Teilnehmer aus Bad Dürrheim erarbeiten zusammen mit dem IAO und dem Kreativ-Labor Tinkertank aus Ludwigsburg erste Ergebnisse.

Da durch die Corona-Pandemie konnten die Ergebnisse dem Gemeinderat nicht wie vorgesehen im März vorgestellt werden. Dies wurde nun bei der Sitzung am vergangenen Donnerstag nachgeholt. Sven Funk vom Fraunhofer Institut übernahm die Präsentation.

  • Story map/digitale Displays: Dem Interessierten werden Informationen zu beispielsweise Parkmöglichkeiten, aktuellem Verkehrsfluss, Informationen zu Gastronomie, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten präsentiert. Per Touchscreen könnte man aktuelle Angebote erfragen. Dazu könnten die Displays Informationen zu Sonnenstunden, Wetter und Feinstaubbelastung geben.
  • Spot: Ein Bohrturm etwa könnte im Bereich Luisen-/Bahnhof-/Friedrich-/Hofstraße ein zentraler „Info-Meetingpoint“ sein mit Wegweiserfunktion durch LED-Lampen.
  • Quick-Guide: Die „Beacon-Technik“ erkennt, wenn man mit dem Handy bestimmte Punkte passiert und bietet automatisch verschiedene Informationen an. Es wird geprüft, ob die Kombination mit der Bürger-App möglich ist.
  • Informationsstelen: Der Fitman ist als Logo von Bad Dürrheim ein optisches Erkennungszeichen. In Körpergröße an mehreren, markanten Orten in Bad Dürrheim aufgestellt, könnte dieser mit QR-Codes zu speziellen Informationen wie Kurhaus, Haus des Gastes, dem Solemar und der Stadt versehen werden.

„Das Projekt wurde von den Gemeinderäten sehr gelobt, alle fanden es sehr spannend“, erklärt Alexander Stengelin, Pressesprecher der Stadt. Land und Bund geben für Digitalisierung viel Geld aus, man wolle das deshalb weiter im Auge behalten. Der Kontakt mit dem Fraunhofer Institut werde auch beibehalten. Wenn sich die Chance einer Förderung ergibt, wird man das Projekt auf jeden Fall wieder aufgreifen.

  • Ende der Patenschaft: Seit dem 6. September 1965 unterhielt Bad Dürrheim eine Patenschaft mit dem 1. Artilleriebataillon 295 (vormals „Panzerartilleriebataillon 295“), das seinerzeit in Immendingen angesiedelt war. Diese Patenschaft wurde zum 50-jährigen Bestehen erneuert, endete aber nun offiziell. Mit der Verlegung des Bataillons im März 2016 nach Stetten am kalten Markt wurde die räumliche Distanz einfach zu groß. Eigentlich war ein großes feierliches Abschlussgelöbnis geplant. Dies war jedoch aufgrund der Covid-19-Pandemie bis jetzt nicht möglich. Major Maik Lehmann überreichte nun bei der Gemeinderatssitzung zum Abschied Bürgermeister Berggötz die Plakette des Bataillons, nachdem er zuvor noch einmal kurz an die vielen gemeinsamen Aktivitäten erinnerte.
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