Ab Ende August ist der Knotenpunkt im Gewerbegebiet Bad Dürrheims – die Kreuzung der Robert-Bosch-Straße und Carl-Friedrich-Benz-Straße für fast drei Monate wegen Sanierungsarbeiten voll gesperrt. Das Gewerbegebiet ist ein Magnet für Einkaufswillige aus der ganzen Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die Umleitungen während der Bauphasen sind ein logistischer Kraftakt und eine riesige Herausforderung, denn diese Kreuzung stellt die einzige Zufahrt in Richtung Kaufland und der dort angesiedelten Geschäfte dar.

„Die Vollsperrung lässt sich nicht vermeiden“, erklärte Joachim Petelka, Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt Bad Dürrheim, im Rahmen einer Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag den anwesenden Gewerbetreibenden und Anwohnern. „Die Dringlichkeit der Maßnahme ist enorm.“ Die Kreuzung sei in einem derart desolaten Zustand, dass es nicht ausreiche, nur die Asphaltschicht abzufräsen und neu aufzubringen. Vielmehr ist es notwendig, die Straße bis zu einem Meter tief abzutragen und neu aufzubauen, damit sie den jetzigen Anforderungen durch die Verkehrsbelastung und den Schwerlastverkehr gerecht wird. Daher resultiere auch die lange Bauzeit. Im Rahmen der Sanierung würden dann auch, wenn erforderlich, Rohre oder Leitungen ausgetauscht. Die Stadtwerke VS wollen eventuell gleichzeitig Gasleitungen legen. Aktuell lasse sich nicht abschätzen, ob sich dadurch die Bauzeit verlängere und wenn ja, für wie lange. Die Ampelanlage ist auf dem neuesten Stand der Technik und wird wieder aufgestellt.

  • Bauabschnitt 1: Der Bauabschnitt 1 betrifft die Robert-Bosch-Straße, jedoch nur teilweise. Dabei sind die Firmen Möbel Braun, A.T.U. und das Schuhcenter Siemes nur über die B27 erreichbar (siehe Bild links). Der Anlieferverkehr für Möbel Braun kann über die Carl-Friedrich-Benz-Straße zufahren. Der Verkehr aus Schwenningen/Tuningen und von der B27 her, erreicht das Gewerbegebiet über die Ausfahrt Schwenningen und den Kreisverkehr Hüttenbühl. Der Verkehr aus dem Gewerbegebiet nach Villingen/Schwenningen/Donaueschingen muss über den Kreisverkehr Hüttenbühl und die Auffahrt der B27 (Schwenningen) fahren. Der Verkehr aus Villingen und Donaueschingen erreicht das Gewerbegebiet über die Schwenninger Straße.
  • Bauabschnitt 2: Beim Bauabschnitt 2 geht es um den zweiten Teil der Robert-Bosch-Straße und die Carl-Friedrich-Benz-Straße. Auch hier sind Möbel Braun, Autoteile Unger und Siemes Schuhcenter nur über die B27 erreichbar. Der Verkehr aus Schwenningen/Tuningen und B27 ins Gewerbegebiet kommt wie bei Bauabschnitt 1 über die Ausfahrt Schwenningen und den Kreisverkehr Hüttenbühl und die Schwenninger Straße in die Carl-Zeiss-Straße. Der Verkehr aus dem Gewerbegebiet nach Villingen/Schwenningen/Donaueschingen muss die Umleitung über die Carl-Zeiss-Straße, Schwenninger Straße, den Kreisverkehr Hüttenbühl und Auffahrt der B27 (Schwenningen) nehmen. Der Verkehr aus Villingen und Donaueschingen kommt über die Schwenninger Straße und die Carl-Zeiss-Straße ins Gewerbegebiet.
  • Fußgänger: Auch die Fußgänger sind von der Straßensperrung betroffen, da gleichzeitig auch die Gehwege mit abgegraben und später dadurch die Randsteine neu gesetzt werden müssen. Die Gehwege werden allerdings aus Kostengründen nicht erweitert, sondern haben später wieder die vorherige Breite. Einen Durchgang für Fußgänger zu schaffen, sei nicht möglich, da die Straße mitsamt Gehwegen auf ganzer Breite abgetragen werde, erklärte Joachim Petelka auf eine entsprechende Frage. Es sei sehr bedauerlich, aber die Fußgänger werden Privatgelände überqueren müssen, um an der Baustelle vorbeizukommen.
  • Zeitschiene: Die gesamte Baumaßnahme dauert vom 31. August bis 20. November 2020. Die Bauzeit für Abschnitt 1 (rote Markierung im linken Bild) ist mit 3,5 Wochen veranschlagt, vom 31. August bis 22. September. Für Abschnitt 2 (rote Markierung mittleres Bild) sind achteinhalb Wochen Bauzeit geplant, vom 23. September bis zum 20. November 2020.

Ursprünglich waren drei Bauabschnitte geplant, doch die Stadt hatte aus Kostengründen eine Maßnahme gestrichen.

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„Die größte Herausforderung bei den Umleitungen werden die Kunden aus der Region sein“, so Wirtschaftsförderer Alexander Stengelin. Man rechne mit zwei oder drei Tagen Chaos, aber dann sollte sich alles einpendelt haben. Die Ortskundigen würden sowieso ihre Wege finden, so Stengelin.