Der Kindergarten Funkelstein in Hochemmingen soll umgebaut und erweitert werden. Während dieser Zeit sollen die Kinder in Container umziehen. Diese wurde vor rund einer Woche aufgestellt.

Gegenwärtig werden die Ausweich-Container bei der Kindertagesstätte Funkelstein in Hochemmingen aufgestellt und die Vorbereitungen für den Umzug getroffen.
Gegenwärtig werden die Ausweich-Container bei der Kindertagesstätte Funkelstein in Hochemmingen aufgestellt und die Vorbereitungen für den Umzug getroffen. | Bild: Hans-Juergen Goetz

Momentan laufen noch Vorarbeiten für die Inbetriebnahme der Container. Der Kindergarten soll jedoch noch vor Weihnachten umziehen. Es müssen noch Absperrungen zur Straße hin vorgenommen werden. Der zum Kindergarten gehörende Spielplatz wird ebenfalls gesperrt. Stattdessen wird der öffentliche Spielplatz direkt daneben als Außengelände genutzt. Die Baumaßnahme am Kindergarten soll etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Beginn des Kindergartenumbaus soll Anfang des nächsten Jahres sein.

Diskutiert wurde im Vorfeld unter anderem auch eine Unterbringung der Kinder in der alten Gemeindehalle Hochemmingens, was jedoch aufgrund der dazu erforderlichen umfangreichen Maßnahmen wieder verworfen wurde. Schließlich entschied sich der Gemeinderat für die Anmietung der Container als kostengünstigste Variante.

Ausweich-Container bei der Kita in Hochemmingen.
Ausweich-Container bei der Kita in Hochemmingen. | Bild: Hans-Juergen Goetz

„Es sind keine Baucontainer oder ähnliches, sondern explizit zur Unterbringung von Kindern produzierte Container-Unterkünfte“, erklärte Gunnar Prennig von der Bad Dürrheimer Bauverwaltung seinerzeit dem Gemeinderat. So könnten die Kinder ohne Verzicht auf sonst vorhandenen, pädagogischen Standard die Umbauperiode durchlaufen. Die Container sind mit einander verbunden, es entsteht ein gemeinsamer Gebäudekomplex mit integrierten Sanitäreinrichtungen, Mensa und Schlafraum. Sie wurden extra den Bedingungen der Kindertagesstätte angepasst und bieten bereits genügend Raum für die vorgesehene Erweiterung auf 72 Kindergartenplätze.

Die Hochemminger Kindertagesstätte verfügt über insgesamt 59 Plätze. Nicht alle waren dieses Jahr belegt. Doch es fehlten in der Kernstadt dieses Jahr zehn Plätze, im Jahr 2021/22 sollen nach jetzigem Stand dann 16 Plätze fehlen. Die Erweiterung soll den Mangel an Betreuungsplätzen in der Kernstadt auffangen.

Zur Konzeption erklärte Stadtbaumeister Holger Kurz im Mai dieses Jahres, dass es ein sehr komplexer Planungsprozess gewesen sei. Der Kindergarten ist teilweise in den Räumen des Rathauses untergebracht, das früher eine Schule war. Der Umbau von Schule zu Kindergarten erfolgte vor 40 Jahren. Dementsprechend sind die Strukturen überaltert und entsprechen nicht mehr den heutigen pädagogischen Konzepten und Erfordernissen.

Ausweich-Container bei der Kita in Hochemmingen.
Ausweich-Container bei der Kita in Hochemmingen.

Wesentlich Änderungen im Kindergarten sind der Anbau eines neuen Schlafraums an der Ostseite des jetzigen Gebäudes und die Einrichtung von Räumlichkeiten für eine dritte Gruppe. Durch den Abriss von Trennwänden und die Installation von mobilen Trennwänden werden die momentan zwei großen Gruppenräume erweitert und bieten künftig drei Betreuungsgruppen Platz. Die innere Umgestaltung unterbindet den Störungsverkehr durch die Essensausgabe und die Hol- und Bringsituation. Die Küche wird nach Norden verlagert, im Süden entsteht eine Verglasung mit Öffnung hin zum Garten.

Für den Umbau des Kindergartens investiert die Stadt rund 600 000 Euro.