Bad Dürrheim – So hoch wie zu diesem Schuljahresbeginn war die Schülerzahl an der Realschule am Salinensee (RSAS) noch nie vorher: 613 Kinder in 22 Klassen (303 Jungen, 310 Mädchen) meldet Rektorin Stephanie Martin.

Die Realschule am Salinensee in Bad Dürrheim braucht dringend mehr Platz für Schüler. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Die Realschule am Salinensee in Bad Dürrheim braucht dringend mehr Platz für Schüler. | Bild: Wolf-Wilhelm Adam

„Es wurden alle Fünftklässler angenommen“, erklärt die Schulleiterin weiter. Mit 95 Schülerinnen und Schülern ist diese dann vierzügig. Auch die Klassen 7, 9 und 10 seien vierzügig, die Klassen 6 und 8 sind dreizügig. Abgelehnt werden mussten, so Martin, viele Rückkehrer, die von den Gymnasien zurück wollten auf die Realschule. „Wir sind bei den Siebtklässlern absolut am Limit, da geht nichts mehr!“ Auch platzmäßig hat die RSAS wie bekannt ihre Grenzen erreicht. Martin: „Im Prinzip fehlen vier Klassenzimmer.“ Hinzu kommt – was den Sportunterricht angeht, dass die Salinensporthalle entgegen der Erwartungen erst ab Ende November wieder zur Verfügung stehen wird.

Bei diesen Schülerzahlen ist die Planung des Unterrichtes und die Einteilung der Lehrer eine riesige Herausforderung. Seit einer Woche seien die beiden Lehrer Tanja Kischel und Josua Papke mit den Plänen beschäftigt.

Rektorin Stephanie Martin (links) und die dienstälteste Lehrerin der Realschule am Salinensee, Ingrid Ummenhofer, sind zusammen mit allen Kollegen vollauf mit den Vorbereitungen zum Schulbeginn beschäftigt. Bild: Sabine Naiemi
Rektorin Stephanie Martin (links) und die dienstälteste Lehrerin der Realschule am Salinensee, Ingrid Ummenhofer, sind zusammen mit allen Kollegen vollauf mit den Vorbereitungen zum Schulbeginn beschäftigt. | Bild: Naiemi, Sabine

Knapp auf Kante genäht

Momentan verfüge die Schule über 45 Lehrkräfte (darunter zwei Lehramtsanwärter und eine kirchliche Lehrkraft). Konrektorin Ruth Schütz-Zacher hat die RSAS verlassen und ist jetzt Schulleiterin der Lucian-Reich-Schule in Donaueschingen. Wann die jetzt freie Stelle vom Schulamt ausgeschrieben wird, steht noch nicht fest. Zwei Lehrkräfte befinden sich gerade in Elternzeit, zwei weitere freuen sich auf baldigen Nachwuchs. Sieben Neuzugänge im Kollegium können verzeichnet werden. Drei von ihnen wechseln von der Goldenbühlschule Villingen her nach Bad Dürrheim. „Bis auf den evangelischen Religionsunterricht können wir den Unterricht vollständig leisten, aber passieren darf nichts. Was Lehrerstellen angeht, sind wir knapp auf Kante genäht“, sagt Stephanie Martin, die selbst auch vier Stunden pro Woche unterrichtet.

Alle Schüler sind im Unterricht

Alle 613 Kinder und Jugendliche befinden sich wieder vollzählig im Präsenzunterricht an der Schule. Von vier neuen Klassen wird eine im Container untergebracht, eine Klasse muss wandern. Das momentan wegen Corona nicht genutzte Musikzimmer wird genutzt und ein Raum der Ganztagsbetreuung. Kleine Pausen zwischen den Stunden werde es nicht geben, so die Rektorin, dafür jedoch zwei lange Pausen von jeweils 20 Minuten. Die Flächen im Freien wurden entsprechend der Klassen eingeteilt und die Klassen im Schulgebäude so untergebracht, dass möglichst wenig Begegnungsverkehr entsteht. Für diesen herrscht übrigens Maskenpflicht. In den Schulzimmern selber nicht, jedoch werden die Lehrer Masken tragen. Diese stellt das Land zur Verfügung.

Digitale Ausrüstung

Mit 50 neuen Notebooks, plus Zubehör wie Taschen und Mäuse, wurde die Realschule während der Ferienzeit ausgestattet. Die Geräte können von Schülern, die keinen eigenen Computer haben, für Fernunterricht ausgeliehen werden. Natürlich werden die Notebooks auch im Unterricht eingesetzt. Aktuell erhalten drei Klassen Fernunterricht in Geschichte. Alles andere läuft an der Schule. Die Notebooks wurden im Rahmen eines Sofortprogramms vom Bund (Digitalpakt) über die Stadt beschafft. Auch die Grund- und Werkrealschule und die Ostbaarschule erhielten Notebooks.

Schnelles Internet

Wenn Stephanie Martin aus dem Fenster schaut, dann strahlt sie. Draußen wird nämlich gerade das Breitband für schnelles Internet verlegt und es ist absehbar, dass die lahmen Zeiten an der Schule bald Geschichte sind. Sobald die Schule schnelles Internet hat, sollen auch die Klassenzimmer mit Wlan ausgestattet werden.

Erster Schultag

Für die sechsten, siebten und zwei der achten Klassen beginnt am Montag, 14. September, der Unterricht um 7.50 Uhr und endet um 12.15 Uhr. Der zweite Schwung beginnt um 8.35 Uhr und hat Schulende um 13 Uhr. Der erste Schultag für die fünften Klassen ist am Dienstag, 15. September. Die Kinder dürfen von einer Person begleitet werden.

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