Bisweilen ist es sinnvoll, eine gewisse Zeit zu warten, bevor eine Infrastrukturmaßnahme gestartet wird. Das zeigt sich jetzt in Bad Dürrheim, wo der Geschäftsführer des Zweckverbandes Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar, Jochen Cabanis, zusammen mit Bürgermeister Jonathan Berggötz zum Spaten griff, um den zweiten Ausbauabschnitt für die Glasfaseranbindung symbolisch zu in Gang zu setzen.

Staatliche Zuschüsse erheblich aufgestock

Das Warten hat sich für alle Beteiligten gelohnt, wurden doch die Zuschüsse von Bund und Land in letzter Zeit erheblich aufgestockt. So sind von den veranschlagten 600 000 Euro Bau- und Nebenkosten letztlich nur noch 60 000 Euro von Seiten der Stadt zu berappen. Mit 300 000 Euro beteiligt sich der Bund, mit 240 000 Euro das Land Baden-Württemberg an dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme. „Gerade in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling zeigte es sich, dass eine sichere Breitbandanbindung ans Internet unabdingbar ist“, so Bürgermeister Berggötz.

Zügig sollen die Leerrohre für die Glasfaserkabel in der Hammerbühlstraße verlegt werden. Bürgermeister Jonathan Berggötz (rechts) sowie der Fachbereichsleiter für strategische Entwickung und Kommunikation bei der Stadt Bad Dürrheim, Alexander Stengelin, freuen sich über den Baubeginn des zweiten Ausbauabschnitts Breitbandversorgung. Bild: Jörg-Dieter Klatt
Zügig sollen die Leerrohre für die Glasfaserkabel in der Hammerbühlstraße verlegt werden. Bürgermeister Jonathan Berggötz (rechts) sowie der Fachbereichsleiter für strategische Entwickung und Kommunikation bei der Stadt Bad Dürrheim, Alexander Stengelin, freuen sich über den Baubeginn des zweiten Ausbauabschnitts Breitbandversorgung. Bild: Jörg-Dieter Klatt

Glasfaseranschluss auch für die Realschule

Bis zum Jahresende 2020 wird die Stadt Bad Dürrheim nach Aussagen von Projektleiter Gerd Scheuermann nicht nur die Neubauten in der Hammerbühlstraße und am Sunthauser Weg, sondern auch die Realschule am Salinensee sowie die Aussiedlerhöfe und die Pferdeklinik an die Datenautobahn angeschlossen haben. Auch die Gäste der Kliniken im Einzugsgebiet werden von der Leistung der Glasfaserkabel profitieren.

Beteiligte loben die sehr gute Zusammenarbeit

Von 89 angeschriebenen Haushalten haben 51 ihr Interesse am Glasfaseranschluss bekundet. Laut Jochen Cabanis ein sehr guter Wert. Übereinstimmend positiv äußerten sich die Projektbeteiligten über die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Planungsbüro und ausführender Fachfirma KTS. So konnten bereits im ersten Bauabschnitt alle zugesagten Termine eingehalten werden. Bis zum Jahresende dürften alle Interessierten das Glasfaserkabel anschlussfertig im Keller liegen haben, so Gerd Scheuermann.

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Keine Pauschalpreise mehr für Anschlüsse

Die Hausanschlüsse selbst werden nicht mehr über Pauschalen abgerechnet. Es werden die tatsächlichen Kosten pro Anschluss den Haus-/Wohnungseigentümern in Rechnung gestellt. Die Anschlüsse zu den Aussiedlerhöfen werden für die Inhaber gar kostenfrei erstellt.