Das Ende der Sitzungszeit zur Sommerpause nutzte der Ortschaftsrat Biesingens, um sich bei einem Abendspaziergang auf Begehungstour zu begeben. Vier interessierte Einwohner hatten sich ebenfalls eingefunden. „Wir wollten mal aufzeigen, was alles passiert ist, was geplant ist und wo sich der Ortschaftsrat noch einbringen könnte“, erklärt Ortsvorsteher Armin Wehrle.

Der Ortschaftsrat nimmt Biesingen unter die Lupe. Bild: privat
Der Ortschaftsrat nimmt Biesingen unter die Lupe. | Bild: Armin Wehrle

Die Besichtigungsrunde startete am Rathaus. Der dahinter gelegene Kindergarten erhielt einen neuen Spielturm und eine neue Außenanlage. Über die Hanfgärten – der Bauhof hat zwischendurch die Löcher gepatcht – war die alte Schule das nächste Ziel. Da steht unter anderem die Erweiterung der Kleinkindbetreuung Krabbelkäfer an (wir berichteten). Allgemein werde es als positiv für die Entwicklung von Biesingen angesehen, dass das Haus ein öffentliches Gebäude wird, so Wehrle.

Am Ortsende Richtung Oberbaldingen befindet sich eine Fläche, auf der Schilf wächst. Hierzu schlug eine Bürgerin kürzlich vor, dort ein Biotop als „kleines Naherholungsgebiet“, auch mit Sitzgelegenheit, anzulegen. Es müsse geklärt werden, ob der Eigentümer mitmacht und das Umweltbüro werde kommen und das Ansinnen prüfen, berichtete Wehrle.

Beim Bolzplatz befindet sich auch der vor 13 Jahren angelegte Barfußpfad. Die 120 Meter lange Anlage wurde vom Ortschaftsrat in Schuss gebracht, sie kann von jedem genutzt werden. Nach einem Schlenker über den Friedhof endete der Rundgang mit einem Informationsbesuch bei der Igelstation „Igelherz“.

Dieser Brunnen von 1880 soll unbedingt erhalten bleiben. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Dieser Brunnen von 1880 soll unbedingt erhalten bleiben.

Angesprochen wurden auch die beiden Brunnen des Dorfes. Bei ihnen gibt es wegen den Verkalkungen Probleme mit den Wasserabläufen. Da die Stadt eine Sanierung ablehnt, für die Biesinger die altertümlichen Brunnen aber ortsbildprägend sind, stellt man Überlegungen an, selbst etwas zu tun und hierfür etwa Erlöse aus den Dorffesten einzusetzen. Die Brunnen seien gerade in heißen Sommern bei den Kindern hochgradig beliebt, weiß der Ortsvorsteher zu berichten.