Wichtige Erkenntnisse über das Zusammenleben von Jung und Alt in Bad Dürrheim seien im zweiten Generationen-Workshop gewonnen worden, der auf Initiative des Generationentreff Lebenswert am Freitag, 9. April stattfand.

Da Kontakte in diesen Pandemie-Zeiten nur eingeschränkt möglich sind, fand der Workshop digital statt. Die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Bad Dürrheim und der Teilorte erklärten sich durchweg mit dem Resultat zufrieden, berichtet Vorstandsmitglied Wolfgang Götz in einer schriftlichen Mitteilung. Die Ergebnisse wurden abschließend im Beisein von Bürgermeister Jonathan Berggötz und Maria Bucher, Koordinatorin der Stadt für das Ehrenamt, diskutiert.

Von links nach rechts, beginnend mit der oberen Reihe: Claudia Grewe-Beutner, Alisa Greguric, Moderator Konstantin Proske, Julian Götz, Erwin Nopper, Herbert Braun, BM Jonathan Berggötz, Jonathan Hauser, Sophie Moser, Ulrika Bames, Angelika Strittmatter, Maria Bucher, Veronika Schluifelder. Es fehlen Peter Schäfer und Lukas Wursthorn.
Von links nach rechts, beginnend mit der oberen Reihe: Claudia Grewe-Beutner, Alisa Greguric, Moderator Konstantin Proske, Julian Götz, Erwin Nopper, Herbert Braun, BM Jonathan Berggötz, Jonathan Hauser, Sophie Moser, Ulrika Bames, Angelika Strittmatter, Maria Bucher, Veronika Schluifelder. Es fehlen Peter Schäfer und Lukas Wursthorn. | Bild: Generationentreff

Moderiert wurde der Workshop von Konstantin Proske von der Familienforschung baden-württembergischen, die im Auftrag des Baden-Württemberger Ministeriums für Soziales und Integration diese Veranstaltungen anbietet. Er knüpfte an den ersten Generationen-Workshop aus dem Jahr 2018 an. Es konnte festgestellt werden, dass doch einige Projekte wie beispielsweise das Generationenkino und die digitale Bürgerplattform Crossiety zur Umsetzung gelangten.

Noch immer sei der demografische Wandel als Veränderung der Bevölkerungsstruktur hin zu einer Überalterung auch in Bad Dürrheim allgegenwärtig. „Das ist auch eines unserer Hauptgestaltungsfelder, die wir verstärkt angehen“, merkte Angelika Strittmatter vom Vorstandsteam des Mehrgenerationenhauses an. Ein Weg führe über solche Generationen-Workshops hin zu mehr Begegnungen und Gesprächen zwischen den Generationen.

„Wie können die Generationen zukünftig mehr füreinander da sein und voneinander lernen?“, umriss Proske die Zielrichtung des Workshops. In Gruppenarbeit mit Generationen-Tandems stellten die Teilnehmer zunächst gemeinsam fest, dass es für ein gelingendes Miteinander wichtiger Aspekte wie Respekt, Toleranz, Begegnung auf Augenhöhe und vorurteilsfreier Wille zur Zusammenarbeit bedarf. Hier würden in der Gesellschaft noch viele Vorurteile über die jeweils andere Generation existieren, die eine Annäherung erschweren.

Im Verlauf dieses zweiten Workshops kristallisierten sich verschiedene Ideen heraus, wie gemeinsame Aktionen aussehen könnten. Warum nicht eine Zukunftswerkstatt installieren, in der sich Generationen mit einem gemeinsamen Thema zusammenfinden? Die Bürgerplattform Crossiety sollte vor allem von der älteren Generation verstärkt genutzt werden, war ein weiterer Vorschlag. Das Mehrgenerationenhaus wolle gerade im Bereich Internet verstärkt aktiv werden, um Bewohner an digitalen Geräten zu schulen, teilte Strittmatter dazu mit. Junge Leute seien als Internetlotsen herzlich willkommen.

Angelika Strittmatter und Wolfgang Götz vom Vorstandsteam des Generationentreffs, hier bei einem Interview im April dieses Jahres, initiieren weitere Projekte.
Angelika Strittmatter und Wolfgang Götz vom Vorstandsteam des Generationentreffs, hier bei einem Interview im April dieses Jahres, initiieren weitere Projekte. | Bild: Naiemi, Sabine

Weitere Ideen waren: gemeinsame Essen, Ausflüge oder Stammtische. Projekte zum Thema Klimaschutz sollten ebenfalls gemeinsam angegangen werden. Bürgermeister Berggötz erklärte, dass die Stadtverwaltung den Demografieprozess als wichtige Zukunftsaufgabe gezielt weiterführen werde, was besonders auch alle Klimaschutzmaßnahmen betreffe.