Die Dreifach-Prädikatisierung als Sole-Heilbad, Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort hat Bad Dürrheim durch seine Gesundheitslandschaft eine herausragende Stellung verschafft und ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Ein bedeutender Teil davon sind die acht in Bad Dürrheim angesiedelten Reha-Kliniken. Sie stellen in Summe die größten Beherbergungsbetriebe in der Stadt mit den meisten Betten und damit den größten Anteil an den Übernachtungszahlen Bad Dürrheims.

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Der SÜDKURIER stellt in einer losen Serie anhand von acht Fragen die Kliniken der Kurstadt vor. Heute: die Espan-Klinik.

  1. Welche Fachrichtung hat die Klinik?
  2. Bei der Espan-Klinik handelt es sich um eine Rehabilitationsklink für Atemwegserkrankungen. Patienten, die an einer chronischen Bronchitis leiden, finden hier ebenso den richtigen Ansprechpartner wie Menschen, die gerade eine Lungen-Operation hinter sich haben.

  3. Wie entstand die Klinik und was hat sich im Laufe der Zeit verändert?
  4. Die Espan-Klinik ist eine Einrichtung in Privatbesitz. Sie wurde im Jahr 1976 errichtet und in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder von den Eigentümerfamilien Benner und Biedehorn weiterentwickelt und erweitert.

    „1996 wurde das Raumangebot durch den Anbau von Haus Anna aufgestockt. Ziel war es, das damals noch nicht übliche Konzept der begleiteten Rehabilitation zu erweitern“, berichtet Geschäftsführer Bernd Baumbach aus der Historie der Klinik.

  5. Wie viele Mitarbeiter sind in der Klinik beschäftigt und aus welchem Umkreis?
  6. Über 100 Mitarbeiter arbeiten zum Wohle der Patienten in der Klinik. Und sie kommen alle aus dem näheren Umkreis zur Arbeit.

  7. Wie macht sich der Fachkräftemangel bemerkbar?
  8. „Wir haben eine relativ geringe Fluktuation. Viele der Mitarbeiter sind zwischen zehn und gar dreißig Jahren bei uns und halten uns die Treue“, erzählt der Geschäftsführer stolz. Trotz allem geht der Fachkräftemangel in der Branche auch an der Espan-Klinik nicht spurlos vorbei. „Neue Mitarbeiter bekommen wir nicht per Fingerschnipp“, betont Baumbauch. Und trotzdem habe er glücklicherweise noch keine allzu großen Probleme damit, erzählt der Klinikchef weiter.

  9. Welche Fortbildungsangebote und Arbeitszeitmodelle bietet die Klinik?
  10. „Wir versuchen immer, unsere qualifizierten Mitarbeiter weiterzuentwickeln“, erzählt der Klinikchef. Interne wie externe Schulung tragen dazu bei, das Wissen der Mitarbeiter stets aktuell zu halten und Lücken – sowohl fachlicher wie auch personeller Art – schnell zu beseitigen.

    In Bezug auf die Arbeitszeitmodelle sieht Bernd Baumbach jede Klinik in der Pflicht, sich in gewisser Form auch an die Erfordernisse der heutigen Zeit anzupassen. Auch die Espan-Klinik habe viele Wiedereinsteiger, die besonders aus der Elternzeit kommen würden und einfach nur zu bestimmten Zeiten arbeiten könnten. Hier sei es wichtig, den Mitarbeitern den nötigen Freiraum zu bieten, ohne dass die Patienten das zu spüren bekommen. Das funktioniere sehr gut, betont der Klinikchef.

  11. Wie viele Patienten hat die Klinik pro Jahr und aus welchem Einzugsgebiet?
  12. Die Klinik bietet 200 Betten für die Patienten, die von überall her in die Kurstadt kommen. In Deutschland gibt es nur rund 25 Kliniken, die sich der Fachrichtung verschrieben haben, und so verteilen sich die Patienten bundesweit auf die wenigen Kliniken. Die meisten kommen aus dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und aus Berlin nach Bad Dürrheim, berichtet Bernd Baumbach.

  13. Warum kommen diese Patienten nach Bad Dürrheim zur Espan-Klinik?
  14. „Die Patienten sind der festen Überzeugung, dass ihnen die Schwarzwald-Luft guttut“, betont der Geschäftsführer. Und so hatten sich die Gründer der Klinik damals auch aktiv für den Standort Bad Dürrheim entschieden. Die geografische Lage hebe sich von den übrigen Kliniken in Deutschland ab und alles Drumherum trage sein Übriges dazu bei. Der Kurpark direkt nebenan, das Sole-Heilbad in der Stadt, die Klinik, wo alles ebenerdig zu erreichen ist: all das spreche für die Bad Dürrheimer Espan-Klinik.

  15. Wo sieht sich die Klinik in fünf Jahren, was sind die Pläne für die Zukunft?
  16. „Unsere Klinik ist nicht mehr die Jüngste“, gesteht Bernd Baumbach ein. Deshalb befinde sich die Klinikleitung zusammen mit den Eigentümern in einem ständigen Modernisierungsprozess für das in die Jahre gekommene Haus. „Wir haben hier sehr viel zu tun, haben aber auch schon viel hinter uns gebracht“, so der Geschäftsführer. Die Zimmer wurden alle bereits neu gestaltet und haben, was wohl nicht die Selbstverständlichkeit in einer Lungenklinik sei, alle eine eigene Sauerstoffanlage.

    Und so gibt es noch viele Bereiche, die in den nächsten fünf Jahren und darüber hinaus angegangen werden müssen. Aktuell beschäftigt die Klinik der Digitalisierungsprozess. „Wir wollen papierlos werden“, nennt Baumbauch eines der wichtigen Projekte. Das ist ein weiterer Teil des Modernisierungsprozesses, der dazu beitragen soll, dass die Klinik nicht den Anschluss im Vergleich mit den Mitbewerbern verliert. „Wir haben hier noch viel Arbeit vor uns, haben aber viele motivierte Mitarbeiter, die diesen Weg mit uns gehen.“ Bernd Baumbach ist sich der zahlreichen Aufgaben bewusst, scheut sie aber nicht – mit dem Wissen, in der Espan-Klinik ein engagiertes Team an seiner Seite zu haben.

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