„Ein Mädchen muss her“ – was als lasziver Slogan eines männlichen Junggesellenabschieds missverstanden werden könnte, ist bei der Theatergruppe der Hochemminger Narrenzunft der Titel ihrer diesjährigen Weihnachtsaufführung. Für das Lustspiel in drei Akten aus der Feder von Erich Koch startet an diesem Samstag, 26. November, der Vorverkauf. Am Schauspiel interessierte Zuschauer sind wie jedes beim Kartenerwerb zur Eile aufgefordert – bei der letzten Aufführung gingen sämtliche Karten im Vorverkauf in kürzester Zeit über den Ladentisch.

Ein Angriff auf die Lachmuskeln

Auch dieses Jahr ist der Plot des Bühnenstücks ein Angriff auf die Lachmuskeln. Zwei Ehepaare leben einträchtig in einer gemeinsamen Wohnung, wobei das Zusammenleben vom jeweils weiblichen Part, zwei Schwestern, dominiert wird. Eine verstorbene dritte Schwester verfügt in ihrem Testament die Übergabe ihres Erbes an das Paar, dem als erstes ein Mädchen geboren wird. Nun hängt der Haussegen schief, im Konkurrenzdenken heißt es nun: Zeuge, stiehl oder bettle. Denn eins ist sicher – „Ein Mädchen muss her“.

Ausfälle seit dem Jahr 2019

Für die Theatergruppe geht mit der diesjährigen Aufführung eine Odysee an Ausfällen zu Ende. 2019 musste das Stück aufgrund eines Todesfalls in den Familienreihen eines der Schauspieler abgesagt werden. In den kommenden Jahren fielen die Aufführungen Corona zum Opfer. Mittlerweile ist gegenüber dem ursprünglichen Ensemble Ellen Springindschmitten durch Pia Hils und Stefan Göller durch Dieter Storz ersetzt worden. Die Truppe ist nun „heiß wie Feuer“ auf die Aufführung.

Galgenhumor hilft

„Sollte Corona dieses Jahr dazwischen funken, gehen wir alleine in die Gemeindehalle auf die Bühne und führen es einfach so auf“, so Dieter Storz scherzhaft, aber resolut auf Anfrage. Seit September probt das zehnköpfige Team wöchentlich in der Gemeindehalle. Ab Ende November gehe man quasi in Klausur und verdoppele das Probenpensum. „Es läuft ganz gut mit den Vorbereitungen, bei vielen sitzt der Text nach drei Jahren immer noch“, fährt Storz fort.

Kartenvorverkauf am Samstag

Für die Abendveranstaltungen können Karten im Vorverkauf für zehn Euro am 26. November, zwischen 10.30 und 12 Uhr, im Eingangsbereich des Hochemminger Rathauses erworben werden. Danach stehen die Karten bei Betina Fischerkeller in Hochemmingen, erreichbar unter 07726/1582, für Selbstabholer zur Verfügung. Die Aufführungstermine für das diesjährige Stück sind der 26. Dezember und der 5. Januar, jeweils ab 20 Uhr in der Gemeindehalle Hochemmingen. Einlass ist bereits jeweils ab 18.45 Uhr.

Generalprobe

Zuschauer, die im Kartenvorverkauf leer ausgingen, können das Stück auch am 26. Dezember, ab 14 Uhr, bei der öffentlichen Generalprobe verfolgen. Auch hier sollten sich Interessierte vorzeitig einen Platz sichern, die Generalproben waren bei den letzten Aufführungen ebenfalls sehr gut besucht. Es können keine Karten bei der Abendkasse hinterlegt werden und es gibt keine Platzreservierung sowie Rückerstattung.