Bad Dürrheim – Die Kur- und Bäder GmbH (KuBä) ergänzt und erweitert das Angebot für Bürger und Gäste. Ab Juni werden heilklimatische Wanderungen in das Programm aufgenommen. Für dieses spezielle Angebot haben die drei KuBä-Mitarbeiter Ingrid Whitehall, Klaus Lang und Dirk Scheja die Zusatzqualifikation zum Klimatherapeuten erworben.

Die Klimatherapeuten Dirk Scheja, Ingrid Whitehall und Klaus Lang mit Kurgeschäftsführer Markus Spettel (von links) stehen für das neue Angebot der Kur- und Bäder GmbH ab Juni bereit. Bild: Sabine Naiemi
Die Klimatherapeuten Dirk Scheja, Ingrid Whitehall und Klaus Lang mit Kurgeschäftsführer Markus Spettel (von links) stehen für das neue Angebot der Kur- und Bäder GmbH ab Juni bereit. Bild: Sabine Naiemi | Bild: Naiemi, Sabine

„Die heilklimatischen Wanderungen passen genau in unser Konzept“, erklärt Kurgeschäftsführer Markus Spettel. Gemeint ist damit, die Bewegung in freier Natur, ab vom Massentourismus. Weitere Bausteine, die bereits etabliert sind, sind das Biohacking (die Fortführung und Erweiterung der Lehren nach Pfarrer Sebastian Kneipp) und das Waldbaden zum Beispiel. Demnächst kommt der Natur-Fitness-Parcours hinzu. Alles sei aufeinander abgestimmt beziehungsweise ergänze sich und greife ineinander.

Das besondere an den neuen heilklimatischen Kursen sei, dass sie als Präventionskurse anerkannt sind, erklärt Klaus Lang, der seit längerer Zeit schon nicht mehr der Leiter der Abteilung Physiotherapie ist, sondern als Referent für kurörtliche Entwicklung und Prädikatisierung neue Konzepte entwickelt. Lang war schon seit langem Klimatherapeut, hat aber aufgrund vieler neuer Erkenntnisse und Veränderungen die Zusatzqualifikation noch einmal absolviert. Das waren insgesamt 30 Unterrichtseinheiten über drei Wochenenden verteilt. Der Unterricht habe online stattgefunden und sein Augenmerk mehr auf klimatische als auf körperliche Aspekte gerichtet, so Lang. Das sei insofern kein Problem gewesen, als dass die Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Kurs eine (körperlich)-therapeutische Ausbildung ist.

Der Kurs, den die KuBä anbieten wird, ist als Präventionskurs bei der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zugelassen. Das heißt, der Teilnehmer bekommt nach der Teilnahme eine Bescheinigung und kann die Kosten zur Erstattung bei seiner Krankenkasse einreichen. Die Teilnehmer werden sich entscheiden können zwischen einem Kurs, der über acht Termine (eine Kurseinheit dauert an die zwei Stunden) geht, oder am Wochenende von Freitagmittag bis Sonntagabend.

Kursinhalte sind Klimatologie, das Wetter, Klimaeffekte, Kältereize, Sonnenexposition, Atemübungen, Dehnübungen, Kraftaufbau, Sensomotorik, Bewegungsabläufe und vieles mehr. Die Kurse finden im Freien statt bei jedem Wetter, sofern es nicht gerade Hunde und Katzen hagelt.

Man werde zunächst mit einer Gruppe beginnen und schauen, wie sich die Nachfrage entwickelt, erklären Lang und Spettel. Mit der Zeit würden dann Feinheiten herausgearbeitet, zum Beispiel zwischen fitteren und stärker belastbaren Teilnehmern und den weniger fitten Teilnehmern. Zunächst stehe auch hier im Mittelpunkt, die Natur wieder erlebbar zu machen, die auf der Baar ganz besonders davon profitiert, dass es hier in der Region keine Schwerindustrie gibt.