Ortsvorsteher Karl-Heinz Ullrich, der am Sonntag, 24. Januar, seinen 70. Geburtstag feiert, war eine Hausgeburt, ein gebürtiger Oberbaldinger. Der Elektroinstallateurmeister setzte sich 2020 zur Ruhe, ist aber nach wie vor – seit 20 Jahren – in der Ortspolitik aktiv.

Ortsvorsteher Karl-Heinz Ullrich aus Oberbaldingen. Bild: Sabine Naiemi
Ortsvorsteher Karl-Heinz Ullrich aus Oberbaldingen. Bild: Sabine Naiemi | Bild: Naiemi, Sabine

Wie kam er zur Politik? „Durch Anfragen von Ortschaftsräten einfach. Sie sagten zu mir, du könntest doch kandidieren.“ So rückte er also 2001 als Ortschaftsrat in Oberbaldingen nach, seit 2005 war er stellvertretender Ortsvorsteher, seit 2009 ist er Ortsvorsteher und seit 2005 ist der CDUler Mitglied des Gemeinderats.

Dass er in die Ortspolitik gehen würde, sei für ihn eigentlich gleich klar gewesen. Die Motivation war, die Zukunft des Ortsteils Oberbaldingen mitzugestalten und daran mitzuwirken, wie es weitergeht. Dasselbe war es nachher im Gemeinderat. Ihm sei klar gewesen, dass er durch die unechte Teilortswahl da rein komme. Später habe sich die Situation ergeben, dass Ortsvorsteher Horst Schmid und sein Stellvertreter Fritz Lohrer aufhören wollten. Es sei über die Nachfolge diskutiert worden und damit sei er im Spiel gewesen, erinnert sich Ullrich im Gespräch mit dieser Redaktion. Als er wusste, dass Schmid geht, war für ihn auch klar, dass er kandidiert. „Bei den Wahlen 2019 wäre eigentlich ein Wechsel gewesen, Hans Lohrer hatte mehr Stimmen als ich, aber er wollte nicht“, so Ullrich weiter.

„Für mich persönlich stand ziemlich früh fest, um eine neue Halle zu kämpfen, das war immer mein Thema“, berichtet Ullrich. So war denn auch die neue Halle für ihn der Höhepunkt seiner Amtszeit. Nicht zu vergessen die 1250-Jahr-Feier. Das absolut negativste Erlebnis, was er je erlebt habe, war ,als vor vielen Jahren ein Oberbaldinger – ein ehemaliger Schulkamerad – das eigene Haus in die Luft jagen wollte, und der Einsatz des SEK.“ Aber auch die aus dem Ruder gelaufene Facebook-Party an der Grillhütte Unterzieren sei ihm unvergesslich.

Besonders freue ihn, dass im Verlauf der Jahre die Zusammenarbeit in den Gremien, egal ob Ortschaftsrat oder Gemeinderat, offener und ehrlicher und sachlicher geworden ist, was dazu führte, dass für Oberbaldingen doch einiges erreicht werden konnte.

Doch das Geburtstagskind kennt nicht nur Arbeit und Politik, er hat auch Hobbies: Als da wäre seit 25 Jahren das Hochseeangeln. Durch Kumpel und Freunde sei er dazu gekommen. So führten ihn seine Reisen schon nach Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden, Kanada, Island, an die Ostsee und ins Ebrodelta in Spanien.

Für die Zukunft hat er nur einen einzigen Wunsch: „Gesundheit, dass Corona sich neutralisiert und dass ich wieder nach Freiburg zum Fußball gehen kann.“ Begleitet wird der Dauerkartenbesitzer dabei immer von seiner Ehefrau und dem Enkel. Die meisten großen Stadien hat er schon gesehen, Berlin und Hannover würden noch fehlen.

Seinen Ehrentag feiert Karl-Heinz Ullrich in ganz kleinem Rahmen. „Eine kleine Schwarzwälder mit der Frau zusammen am Tisch und Kaffee dazu, so wie an ihrem siebzigsten Geburtstag im Dezember. Das war die Generalprobe.“