Am gestrigen Freitag war für die Bewohner und Mitarbeiter des Zentrums für Betreuung und Pflege Hirschhalde der Impfstart für die erste Corona-Schutzimpfung.

Das mobile Impfteam des Schwarzwald-Baar-Kreises trifft in der Hirschhalde ein.
Das mobile Impfteam des Schwarzwald-Baar-Kreises trifft in der Hirschhalde ein.

„Die Impfbereitschaft war hoch, 90 Prozent der Bewohner ließen sich impfen“, resümiert Einrichtungsleiterin Stefanie Feiß. „Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Bewohner und Mitarbeiter nun die langersehnte Impfung erhielten“, so Feiß weiter. Trotz umfangreicher Formalitäten, die einen enormen Aufwand bedeuteten, war die Einrichtung vorbereitet.

Die Bewohner oder deren Betreuer hatten im Vorfeld die personalisierten Aufklärungsbögen erhalten, erklärt Feiß. Die schriftlichen Zustimmungen samt Ausschluss einer Kontraindikation der behandelnden Ärzte lagen ebenfalls vor. Ein Impfteam unter der ärztlichen Leitung der in Sunthausen ansässigen Allgemeinmedizinerin Karin Todoroff und Daniel Springmann vom Landkreis nahm die Impfungen vor.

Momentan hat die Einrichtung 110 stationäre Bewohner und 72 Personen im Betreuten Wohnen.
Momentan hat die Einrichtung 110 stationäre Bewohner und 72 Personen im Betreuten Wohnen.

Bereits im Vorfeld führte Todoroff erste Aufklärungsgespräche. Die Mitarbeiter der Einrichtung standen dem Team unterstützend zur Seite. „Seit Monaten arbeiten die Mitarbeiter der Hirschhalde unter höchsten Schutzvorkehrungen“, erklärt Stefanie Feiß. So müsse etwa jeder Mitarbeiter vor Arbeitsantritt täglich einen Schnelltest absolvieren. Die Konzernleitung stelle den Schutz der Mitarbeiter in den Vorderung und stelle großzügig die entsprechenden Tests zur Verfügung.

90 Prozent der Bewohner in der Hirschhalde nehmen die Impfung in Anspruch. Bilder: Hirschhalde
90 Prozent der Bewohner in der Hirschhalde nehmen die Impfung in Anspruch. Bilder: Hirschhalde

Auch Besuchern sei nur nach Vorlage eines negativen Schnelltests der Zutritt zur Einrichtung gestattet. Wer sich nicht daran halte, werde auch nicht zu Besuchen eingelassen. Das habe schon dazu geführt, dass etwa einem sehr uneinsichtigen Angehörigen, der sich dem Schnelltest nicht unterziehen wollte, beziehungsweise diesen nicht vorlegen wollte, Hausverbot erteilt wurde.

Auch wenn es in der Hirschhalde noch keine Infektionen gab, sei die Angst vor einer Einschleppung des Virus derzeit ein steter Begleiter. „Durch die Impfung kehrt bei unseren Bewohnern und Mitarbeitern eine gewisse Beruhigung ein. Dennoch müssen wir achtsam sein. Denn erst wenn eine „Herdenimmunität“ der Gesamtbevölkerung vorhanden ist, werden wir wieder zur Normalität zurückkehren können“, betont Feiß. Nichtsdestotrotz würden die Mitarbeiter nicht zu einer Impfung gezwungen.

Das Zentrum für Betreuung und Pflege Hirschhalde gehört zur Korian-Gruppe. Mit Sitz in München betreibt Korian allein in Deutschland über 250 Einrichtungen und 35 ambulante Dienste mit rund 29 000 Bewohnern.