Ab Montag, 2. November gelten die neuen Regelungen, die die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder beschlossen haben. Der Maßnahmenplan trifft die Kur- und Bäderstadt hart.

Bürgermeister Jonathan Berggötz erklärt in einer schriftlichen Mitteilung: „Die getroffenen Regelungen sind für uns als Kur- und Bäderstadt mit einer starken Gastronomie, vielen Beherbergungsbetrieben und Tourismuseinrichtungen, ein extrem harter Schlag ins Gesicht. Auch die Auswirkungen auf unsere Kur- und Bäder GmbH (KuBä) sind unter anderem durch die erneute Schließung des Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar katastrophal.“ Nun gelte es jedoch die Beschlüsse entsprechend umzusetzen, damit die Infektionszahlen zurückgehen und das Gesundheitssystem nicht kollabiere, so das Stadtoberhaupt.

Auswahl schwer nachvollziehbar

Auch Kurgeschäftsführer Markus Spettel zeigt sich sehr betroffen: „Der Teil-Lockdown trifft die Tourismus- und Freizeitbranche erneut sehr hart. Und dies, obwohl die Betreiber der Beherbergungsbetriebe, Gastronomie und diversen Freizeit-und Kultureinrichtungen seither viel Zeit und Geld in umfassende Hygienekonzepte und Schutzvorrichtungen investiert haben. Dass die wesentliche Last des Teil-Lockdowns nun zu einem überwiegenden Teil diese Bereiche zu tragen haben, ist für mich nur sehr schwer nachvollziehbar. Natürlich geht aber die Gesundheit immer vor, das ist auch unsere höchste Devise. Daher können wir jetzt nur hoffen, dass die Maßnahmen greifen und die Infektionszahlen nachhaltig sinken.

Auch hoffe er, so Spettel, dass die von der Bundesregierung angekündigten Entschädigungen die betroffenen Betriebe möglichst schnell und unkompliziert erreichen, wenngleich sie die insgesamt wegbrechende Wertschöpfung für die Stadt nur bedingt abfedern können.

Neben den bundesweit einheitlichen Regelungen wie die Schließung von Restaurants oder dem Verbot von Veranstaltungen hat die Stadt Bad Dürrheim die Anordnungen nun für ihre Einrichtungen vor Ort konkretisiert. Ab Montag gelten in Bad Dürrheim folgende Regelungen, die – wie die bundesweiten Vorschriften – zunächst für den ganzen November in Kraft bleiben: Das Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar wird geschlossen. Darin angeschlossen der Thermen- und Saunabereich, der Fitnessbereich, die Tote-Meer-Salzgrotte, die Gastronomiebetriebe sowie die Boutique.

Das Therapiezentrum im Solemar wird seine Angebote jedoch zum größten Teil aufrechterhalten. Hierzu gehören Angebote wie zum Beispiel die ambulante Rehabilitation oder Rezepttherapie.

Die KuBä schließt das Kurhaus wieder sowie die Touristik-Information im Haus des Gastes. Telefonisch ist diese jedoch täglich von 10 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr erreichbar.

Auch städtische Einrichtungen wie das Jugendhaus, die Stadtbibliothek oder der Jugendraum Unterbaldingen werden ab Montag geschlossen.

Das Rathaus bleibt geöffnet. Allerdings werden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, nur in dringenden Fällen persönlich zu erscheinen. Geöffnet bleiben auch die Ortsverwaltungen in den Stadtteilen. Alle beschließenden Gremien der Stadtverwaltung, bei denen der Gesetzgeber eine Präsenz vorsieht, tagen mit Sicherheitsabstand und mit Maskenpflicht im Haus des Bürgers.

Alle Veranstaltungen abgesagt

Nach den Beschlüssen der Bundesregierung mit den Länderchefs werden nun auch alle weiteren für den November geplanten Veranstaltungen in Bad Dürrheim abgesagt. Konkret heißt das, dass die Veranstaltungen des Kulturforums mit der Gruppe „Medlz“ am 6. November, die Frühkonzerte mit den Bad Dürrheimer Musikvereinen, das Regionentheater, die Stadtführungen sowie die Konzerte mit den Schwarzwaldschlawinern und Achim Amme ausfallen. Auch das Adventsdörfle, welches ursprünglich für den bereits im September abgesagten Christkindlemarkt geplant war, findet nicht statt. Für alle Veranstaltungen sollen im kommenden Jahr Ersatztermine gefunden werden.

Die Einhaltung der verordneten Maßnahmen durch die Landesregierung wie Kontaktbeschränkungen, Schließung von Einrichtungen und auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Einrichtungen werde durch den Gemeindevollzugsdienst der Stadt Bad Dürrheim kontrolliert und Verstöße werden sanktioniert.

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