Die Situation in der Branche der Einzelhändlerinnen und Gastronominnen in Bad Dürrheim ist dramatisch. Die Unternehmerinnen (Maren Isak-Jentzen, Bistro Matisse; Heike Groß, Heike‘s Wollstüble, Renate Frank, Schöne Schuhe und mehr; Suncica IIic, Schwarzwald Pavillon (Mode); Conny Brix, Feine Wäsche; Suela Fischerkeller, Bäckerei Fischerkeller, Ingrid Limberger, Cafe Walz) sind verzweifelt und verstehen die staatlichen Vorgaben nicht mehr. Das machten sie gegenüber dem FDP-Landtagskandidaten Frank Bonath deutlich, der die Einzelhändlerinnen und Gastronominnen in Bad Dürrheim besuchte, um sich über deren Lage zu informieren. Mit wenig Hoffnung warten die Unternehmerinnen auf die neuen Verordnungen.

Maren Isak-Jentzen – „Matisse“ Bistro, Andrea Kanold – Salinen-Apotheke, Frank Bonath FDP-Landtagskandidat. Heike Groß – Heike‘s Wollstüble – Renate Frank – Schöne Schuhe und mehr, Suncica IIic – Schwarzwald Pavillon, Conny Brix – Feine Wäsche Conny Brix, Suela Fischerkeller – Bäckerei Fischerkeller (von links) und Ingrid Limberger – Cafe Walz ) nicht auf dem Bild sprechen die ihre prekäre Situation an. Bild: Kanold
Maren Isak-Jentzen – „Matisse“ Bistro, Andrea Kanold – Salinen-Apotheke, Frank Bonath FDP-Landtagskandidat. Heike Groß – Heike‘s Wollstüble – Renate Frank – Schöne Schuhe und mehr, Suncica IIic – Schwarzwald Pavillon, Conny Brix – Feine Wäsche Conny Brix, Suela Fischerkeller – Bäckerei Fischerkeller (von links) und Ingrid Limberger – Cafe Walz ) nicht auf dem Bild sprechen die ihre prekäre Situation an. Bild: Kanold | Bild: privat

Die Gastwirtinnen warten immer noch auf die Auszahlung der November- und Dezemberhilfen. Für November wurde bisher lediglich eine Abschlagszahlung geleistet. Die Händlerinnen haben überhaupt noch keine Unterstützung erhalten, sitzen auf ihrer Saisonware und erhalten jetzt neue Ware.

Obwohl die Unternehmerinnen in ihren Läden ein ausgefeiltes Hygienekonzept haben und einen genauen Überblick darüber, wie viele Kunden sich im Laden aufhalten, mussten sie schließen.

Besonders verärgert seien die Händlerinnen darüber, dass die großen Discounter das gleiche Sortiment anbieten durften und oft auch extra Sonderaktionen angeboten haben, dabei seien diese oft überlaufen und es herrsche dichtes Gedränge. Ein Einkauf in den schönen, kleineren Läden in Bad Dürrheim wäre coronatechnisch sicherer gewesen, wurde aber verboten. Ähnliches berichten die Gastronominnen. Nachdem Speisen zum Mitnehmen verkauft werden dürfen, würden sich die Menschen direkt nach Abholung auf öffentliche Bänke setzen. Hier wäre ein Verzehr mit strengen Hygieneregeln und Abstandsregeln sicherer.

Bonath: „Es war schon im März letztes Jahr klar, dass wir länger mit dem Coronavirus leben müssen. Wir haben es verpasst, einen langfristigen Umgang mit dem Virus zu finden, statt dessen hat man pauschal und kopflos alles geschlossen und wieder geöffnet und wieder geschlossen.“ Den Frust der Unternehmer und Menschen kenne und könne er nachvollziehen: „Wir müssen mehr auf die Eigenverantwortung des Einzelnen setzen, statt mit pauschalen Verboten ganze Branchen zu ruinieren.“