Eine für die Bad Dürrheimer Vereine einträgliche Aktion jährt sich zum siebten Mal: Bei ihren öffentlichen Veranstaltungen servieren Stadt und Vereine bei nicht alkoholischen Getränken nur Produkte der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen, im Gegenzug unterstützt der Getränkehersteller gemeinwohlorientierte und soziale Projekten. In sieben Jahren profitierten die Empfänger so von insgesamt 68 000 Euro an ausgeschütteten Geldern. Auch im Jahr 2019 wurden fünf Projekte mit einem Betrag von 13 000 Euro bezuschusst.

  • Narrenzunft: Seit den 80er Jahren saniert die Bad Dürrheimer Narrenzunft ihre Stube im Bohrturm, zuletzt vor drei Jahren die Sanitäreinrichtungen, vor sieben Jahren die Lagerräume im ersten Obergeschoss. Nun stand die Neugestaltung der 30 Jahre alten Küche an, die trotz enormer Eigenleistung 43 000 Euro verschlang. Der Antrag auf Förderung durch die Mineralbrunnen wurde mit 4000 Euro bewilligt. Zunftmeister Joachim Müller kommentiert: „Der Betrag ist kein Tropfen auf den heißen Stein. Unserer Stube wird schon mal als Ausweichraum für andere Vereine und Gruppen genutzt, etwa waren der Kindergarten, die Polizei oder der Eine-Welt-Laden Karibuni hier. Auch ihnen wird die neue Küche künftig dienen.“
  • Kulturlotsen: Seit acht Jahren bringen die Kulturlotsen Kindern der Kurstadt kulturelle Einrichtungen und Kleinode der regionalen Heimat ehrenamtlich näher und werden auch dieses Jahr mit einem Betrag von 3000 Euro bedacht. „Manchmal sind es Kleinigkeiten. Vor zwei Jahren waren wir mit den Kindern auf einer Entdeckungsreise im Moos. Es hat sich herausgestellt, dass keines der Kinder zuvor im Moos war“, so Organisatorin Gerlinde Hummel-Höfflin. In der Regel seien die Angebote wenige Tage nach Erscheinen des Programmheftes ausgebucht. Für den Rathausbesuch bei Bürgermeister Berggötz meldeten sich etwa 40 Kinder an, ein Besuch in den Produktionshallen der Mineralbrunnen musste auf zwei Veranstaltungen gestreckt werden. Immer wieder muss Hummel-Höfflin den Eltern absagen, da nur etwa 20 Kinder pro Programmpunkt teilnehmen können.
  • Förderverein Hockeyplatz: Vor zwei Jahren entwickelte der in Hochemmingen ansässige Förderverein die Idee, neben den dortigen Fußballplätzen einen Beachvolleyballplatz anzulegen. Das auf 20 000 Euro angelegte Projekt kletterte rasch auf 36 000 Euro an Finanzbedarf. Etwa fünf Wochen werkelten die Mitglieder täglich in der Sommerhitze bei den Bauarbeiten, lokale Unternehmen und großzügige Sponsoren stellten Gerätschaften und Finanzen parat. Ein fulminanter Beachvolleyball-Cup bildete letztes Jahr den Projektabschluss. Die Mineralbrunnen steuerten zu dem Projekt 2500 Euro bei.
  • Turnverein Sunthausen: Der Verein bildete vor sechs Jahren eine Volleyballgruppe, die über den Sommer auf dem Beachvolleyballplatz des Naturcampingplatzes am Sunthauser See trainiert. Aus verschiedenen Gründen war hier ein Sandaustausch unumgänglich. „Der Platz ist auch eine Begegnungsstätte für viele regionale Gäste“, so die Vorsitzende Brigitte Stein. Mit der Verlegung von Fallschutzmatten an der Umrandung des Platzes wurde das Projekt, das mit 1500 Euro gefördert wurde, im September abgeschlossen.
  • Generationentreff Lebenswert: Der Treff geht laut Angelika Strittmatter und Wolfgang Götz seit Jahren mit den Planungen für seine Bürger-App „schwanger“. Die in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen University zu entwickelnde, digitale Plattform soll Bürger, Vereine und Institutionen Bad Dürrheims vernetzen. Für den Generationentreff bildet die digitale Fortbildung von Senioren einen zentralen Vereinszweck, durch die App könnten die älteren Bürger in erheblichem Maße an das aktuelle Geschehen in der Kurstadt herangeführt werden. Jüngst holten sich die Akteure Inspiration aus der Gemeinde St. Georgen, die ein solches Projekt bereits erfolgreich betreibt. Sollte der Gemeinderat auf der Sitzung am 23. Juli die Lizenzkosten für die Software freigeben, könnte das Projekt im vierten Quartal dieses Jahres an den Start gehen. Die Mineralbrunnen fördern das Vorhaben mit 2000 Euro.