Ein großes Thema für Bad Dürrheimer Eltern sind derzeit die Kindergartengebühren. Mehrere Eltern hätten natürlich inzwischen nachgefragt, ob die Gebühren für Januar aufgrund der Schließung rückerstattet würden, erklärte Bürgermeister Jonathan Berggötz bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag. Dies werde jedoch derzeit von der Stadtverwaltung verneint. Zum Hintergrund erklärte der Bürgermeister: Der Einzug der Gebühren sei Anfang Januar erfolgt, als noch nicht absehbar war, dass der Kita-Lockdown bis Ende Januar verlängert werde. Ein Empfehlungsschreiben des Gemeinde- und Städtetages gehe dahin, dass die Gemeinden zunächst abwarten sollten, welche Entscheidung die Landesregierung treffen wird, ob – wie im März 2020 – die Gebühren zurückerstattet werden oder nicht. Davon abgesehen, müsste formal erst einmal der Gemeinderat über eine Rückerstattung entscheiden. Es sehe zwar danach aus, derzeit liege jedoch noch keine verbindliche Entscheidung der Landesregierung vor, so Berggötz. Und: „Ich kann den Frust der Eltern verstehen, die gerade jetzt in dieser Zeit auf jeden Cent angewiesen sind.“ Aber man arbeite an einer guten Lösung, so Berggötz weiter. Eine mögliche Lösung sei, stattdessen im Februar keine Gebühren einzuziehen. Die Bürgermeister des Kreises würden sich in der kommenden Woche treffen, um auszuarbeiten und festzulegen, wie kreisweit und einheitlich mit dieser Thematik umgegangen wird, kündigte Berggötz an. Stadträtin Derya Türk-Nachbaur (SPD) informierte darüber, dass der Landesvorsitzende der SPD, Andreas Stoch, ihr in einem persönlichen Gespräch erklärt habe, dass davon ausgegangen werden könne, dass die Situation wie 2020 gehandhabt werde. Bürgermeister Berggötz erklärte, dass er jedoch ohne eine vorliegende verbindliche schriftliche Informationen oder Zusage selbst keine verbindlichen Zusagen machen könne. Berggötz: „Ich glaube erst daran, wenn ich das schwarz auf weiß vor mir liegen habe.“