Drei Reha-Kliniken in Bad Dürrheim sind aufgrund ihrer Fachrichtungen dazu ausgerüstet und bereit, zur Entlastung des Schwarzwald-Baar-Klinikums, Patienten von dort zu übernehmen. Das ist die Schlossklinik Sonnenbühl, die Klinik Limberger und die Espan-Klinik. Aufgrund der Corona-Krise wurde extra hierfür ein entsprechendes Gesetz erlassen, damit diese Kliniken als Krankenhäuser Patienten zur sogenannten fortführenden Behandlung aufnehmen dürfen. Wohlgemerkt handelt es sich bei diesen Patienten nicht um Corona-Fälle.

Die Espan-Klinik stellt 20 Betten zur Aufnahme von Patienten zur Verfügung.
Die Espan-Klinik stellt 20 Betten zur Aufnahme von Patienten zur Verfügung. | Bild: Wolf-Wilhelm Adam

In der Espan-Klinik sei die Situation derzeit gut, erklärt Kliinikgeschäftsführer Bernd Baumbach. Das heißt, die Klinik ist noch gut belegt. Man habe aber dem Schwarzwald-Baar-Klinikum mitgeteilt,k dass man 20 Patienten aufnehmen könne. Vor einiger Zeit hatte man sich mit dem Landratsamt und der Klinik kurzgeschlossen, sich vorbereitet und stehe nun in Bereitschaft. Bis dato seien allerdings noch keine Patienten vom Schwarzwald-Baar-Klinikum übernommen worden.

Auch die Klinik Limberger hat bereits vier Patienten übernommen.
Auch die Klinik Limberger hat bereits vier Patienten übernommen.

In der Klinik Limberger seien letzte Woche Patienten aus der Klinik übernommen worden, berichtet Klinikbetreiber Joachim Limberger. „Aber Patienten zur Kurzzeitpflege“, erklärt er weiter. Die Corona-Patienten seien im Schwarzwald-Baar-Klinikum untergebracht und werden dort behandelt. Bei diesen übernommenen Patienten gehe es um eine sogenannte fortgesetzte Krankenhausbehandlung. Bezüglich des Schutzschirms für Reha-Kliniken gebe es von der Rentenversicherung schon eine Lösung, von den Krankenversicherungen jedoch noch nicht. „Wir werden das alles jetzt erstmal bewerten und schauen wie wir damit umgehen“, sagt Limberger dazu.

15 Patienten aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum sind derzeit zur Nach- beziehungsweise Weiterbehandlung in der Schloss-Klinik Sonnenbühl. Bilder: Wolf-Wilhelm Adam
15 Patienten aus dem Schwarzwald-Baar-Klinikum sind derzeit zur Nach- beziehungsweise Weiterbehandlung in der Schloss-Klinik Sonnenbühl. Bilder: Wolf-Wilhelm Adam

„Wir kriegen aus dem Klinikum keine Coronafälle, sondern Patienten, die entweder noch unter Beobachtung gehalten werden sollen oder Direktabnahmen, damit das Akuthaus seine Schlagkraft behält“, berichtet Klinikgeschäftsführer Heiko Schöne. Es geht sozusagen um eine Sicherheitsquarantäne, obwohl diese Patienten nicht mit einem Coronaverdacht belegt sind. „Wir haben keine Corona-Fälle im Haus“, betont Schöne. Bei den aufgenommenen Patienten handele es sich um Menschen aus Seniorenheimen, die zur Behandlung im Krankenhaus waren und noch versorgt werden müssen, bevor sie in ihre Einrichtung zurückverlegt werden. Diese Patienten müssten für 14 Tage isoliert bleiben, um absolut sicherzugehen, dass sich niemand durch Zufall infiziert hat. 15 dieser Patienten befinden sich derzeit im Sonnenbühl. Dafür wurde extra ein Stockwerk komplett abgetrennt. Sollten noch mehr Patienten kommen, könne man weitere Stockwerke dazunehmen.

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Die Kliniken

Die Vital-Klinik Sonnenbühl ist spezialisiert für Neurologie, Orthopädie und Kardiologie und bietet Platz für 172 Patienten.

Die Klinik Limberger ist spezialisiert für Orthopädie und derzeit noch Pneumologie. Sie hat 115 Betten. Es ist ein Neubau mit Erweiterung auf 150 Zimmer geplant.

Die Espan-Klinik ist spezialisiert für Atemwegserkrankungen, verfügt über 200 Zimmer und stellt hierfür 20 Betten zur Verfügung.