Kippen, Kippen und noch mehr Kippen – eine ganze Schubkarre voll und mehr haben die Schülerinnen und Schüler der Bad Dürrheimer Realschule am Salinensee jetzt aufgesammelt.

Damit haben die Jugendlichen einen großen Beitrag zur Sauberkeit der Kurstadt geleistet. Angeregt hatte diese Aktion, die gemeinsam von allen Klassen der Schule getragen wurde, eine engagierte Gruppe aus den Reihen des Bad Dürrheimer Vereins Generationentreff Lebenswert.

Die Akteure der Aktion Kippenfrei und das Sammelergebnis.
Die Akteure der Aktion Kippenfrei und das Sammelergebnis.

Begleitet von den Initiatoren der Aktion hatten sich die jungen Leute auf den Weg gemacht, um ein zuvor gekennzeichnetes Gebiet von den achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen zu befreien. Dass bei dieser Aktion mehr als 30 Plastiktüten zusammenkommen würden, hatte vor dem Sammelstart wohl keiner gedacht. Für ihren Sammelfleiß wurden die Schüler mit je einer kostenlosen Eintrittskarte für das heimische Bad belohnt.

Umdenken ist angesagt

„Bad Dürrheim kippenfrei – sei dabei!“, heißt das Projekt, das erst vor einigen Monaten aus den Reihen der Generationenwerkstatt entstanden ist. Es geht dabei darum, einen Bewusstseinswandel bei den Menschen herbeizuführen. Besonders Raucher sollen für die Umweltproblematik durch achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sensibilisiert werden.

Sie stehen hinter der Aktion „Bad Dürrheim Kippenfrei“ Angelika Berggötz, Angelika Strittmatter, Erwin Nopper, Ingrid ...
Sie stehen hinter der Aktion „Bad Dürrheim Kippenfrei“ Angelika Berggötz, Angelika Strittmatter, Erwin Nopper, Ingrid Rupert, Krisztina Quattländer, Schulleiterin Stephanie Martin, Claudia Gössl, Vanessa Müller, Kareen Schmid. (von links).

So stehe bei dieser und ähnlichen Aktionen nicht nur um die saubere Landschaft im Mittelpunkt, sondern es gelte auch, das Bewusstsein zu schärfen für Umwelt und in diesem Zusammenhang auch für die Mammutaufgabe der Klimarettung, so Angelika Strittmatter, die Sprecherin der Initiative.

Wie Strittmatter, die auch im Vorstand des Generationenhauses engagiert ist, erläuterte, gehe es auch um jede Menge Giftstoffe und Mikroplastiken, die unsere Umwelt belasten. Diese Botschaft einer breiteren Bevölkerungsschicht zu überbringen, haben sich die Initiatoren aus der Generationenwerkstatt vorgenommen und planen weitere Aktionen.

Das Projekt ähnelt einem Marathon

Man erhebe nicht den mahnenden Finger gegen Raucher – mitnichten, sondern man wolle mit diesem Projekt etwas bewegen, so Angelika Strittmatter. Viele Leute seien sich der Problematik nicht bewusst. Das Projekt ähnele einem Marathon und sei auf lange Zeit angelegt, sagt Angelika Strittmatter.

Pro Jahr geben Zigarettenkippen eine Tonne Arsen aus und sondern mehr als 90 Tonnen Nikotin ab. Über den Boden und das Grundwasser gelangen diese und weitere Schadstoffe in die Seen, Meere und Flüsse. Eine achtlos weggeworfene Kippe vergiftet bis zu 40 Liter Wasser. Außerdem kostet es die Kommunen viel Geld, die Straßen sauber zu halten.