Die Stadt Bad Dürrheim legt großen Wert auf ihre Städtepartnerschaften, derer sie drei hat: mit Enghien-les-Bains in Frankreich, mit Spotorno in Italien und mit Hajdúszoboszló in Ungarn.

Auch während der Pandemiezeit halten die Städte untereinander engen Kontakt. So tauschte sich Bürgermeister Jonathan Berggötz in der vergangenen Woche mit seinem Amtskollegen und neuen Bürgermeister von Hajdúszoboszló, Gyala Czégledi, im Rahmen einer Videokonferenz aus.

Nicht nur vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie sind die Parallelen vielfältig: Hajdúszoboszló ist wie Bad Dürrheim eine Kurstadt mit einem umfangreichen touristischen Betrieb, der derzeit nahezu vollständig heruntergefahren wurde. Geschlossene Hotels, Restaurants und Thermalbäder sorgen hier wie dort für ausbleibende Besucher und sinkende Einnahmen in der Stadtkasse.

Für die beiden Bürgermeister, die jeweils erst gut ein Jahr im Amt sind und sich daher noch nicht persönlich treffen konnten, sei dennoch klar, dass bei der Gestaltung der Zukunft die Zuversicht überwiegen muss, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. So wurde der Lockdown in Hajdúszoboszló dazu genutzt, das Thermalbad zu sanieren, und auch in Bad Dürrheim sind längst Überlegungen im Gange, um den touristischen Betrieb nach der Pandemie wiederaufzunehmen.

2017 erneuerten die Bürgermeister der vier Partnerstädte den Freundschaftsvertrag (von links): Lástló Sóvágó aus Hajdúszoboszló/Ungarn, ...
2017 erneuerten die Bürgermeister der vier Partnerstädte den Freundschaftsvertrag (von links): Lástló Sóvágó aus Hajdúszoboszló/Ungarn, Altbürgermeister Gerhard Hagmann, der vor 25 Jahren die Städtepartnerschaft mit Philipp Sueur aus Enghien les Bains/Frankreich schloss, Walter Klumpp und Mattia Fiorini aus Spotorno/Italien. Bild: SK-Archiv Naiemi | Bild: Naiemi, Sabine

Beide Städte wollen weiterhin in einem engen Erfahrungsaustausch bleiben und über Videokonferenzen Kontakt halten. „Der regelmäßige Austausch liegt beiden am Herzen, und wir wollen auch die freundschaftlichen Kontakte und die Treffen der Bürgerinnen und Bürger in der Zukunft gerne intensivieren“, so Berggötz.

Nicht zuletzt ging es bei dem Gespräch auch um die Feier der 30-jährigen Städtepartnerschaft, die bisher nicht stattfinden konnte, aber auf jeden Fall nachgeholt werden soll.