Die Projektgruppe “Bad Dürrheim Kippenfrei – Sei Dabei“ will mit Aktionen und Aufklärung gegen die Kippenflut angehen. Bereits im Sommer wurden in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zum Test an fünf Standorten in Bad Dürrheim spezielle Ascher aufgehängt. Jetzt wird die Aktion ausgeweitet.

Schon von weitem gut sichtbar

Im Upcycling-Verfahren haben die Helfer Tennisballdosen in Kippendosen verwandelt, die optisch einer Zigarette nachempfunden sind. Mit ihrer orangenen Farbe fallen sie schon auf den ersten Blick sehr gut auf. Diese Kippendosen sollen die vorhandenen sowie die neuen städtischen Mülleimer mit integriertem Aschenbecher ergänzen und dazu anregen, die Kippen nicht achtlos auf den Boden zu werfen.

Dosen werden bereits gut angenommen

Der Versuch zeigte, dass die Dosen gut angenommen wurden. Nun geht die Aktion in die nächste Runde. An 22 Standorten in der Stadt werden von der Projektgruppe weitere Upcycling-Kippendosen aufgehängt. Die Stadtverwaltung und die Kur- und Bäder GmbH unterstützen die Aktion ebenfalls. Für die Entsorgung der Zigarettenkippen ist nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz die Kommune zuständig. „Als Kurstadt fühlt sich Bad Dürrheim in besonderer Weise dem Schutz der Umwelt verpflichtet“, betonten City-Manager Daniel Limberger und Gunnar Prennig von der Stadtverwaltung.

Vandalismus macht Aktionsgruppe zu schaffen

Leider ist aber auch Vandalismus ein Problem. In der Vergangenheit wurden mehrfach Kippendosen abgerissen oder gestohlen. „Dass das passiert, ist sehr schade, denn wir haben sehr viel Zeit und Mühe investiert“, sagt Ulrika Bames von der Projektgruppe. „Über die Gründe kann man nur spekulieren“, sagt Miriam Steup, die die Idee für die Ascher hatte und ergänzt: „Unsere Bemühungen, Stadt und Umwelt ein Stück sauberer zu machen, werden durch die Zerstörungswut von einigen wenigen sabotiert.“

Die Stadt will das Thema Kippen noch mehr in den Fokus nehmen. „Wir werden in Zukunft verstärkt darauf achten, dass das Abfallgesetz eingehalten wird und bei unseren Kontrollgängen durch die Stadt Raucher gezielt auf die Thematik ansprechen“, betonen auch die Gemeindevollzugsbediensteten Dennis Hellmer und Daniel Hettich. Das illegale Entsorgen von Zigarettenkippen ist eine Ordnungswidrigkeit und wird in Bad Dürrheim mit einem Bußgeld geahndet.

Dosenpaten gesucht

Die Kippendosen sollen von Dosenpaten, die in der Nähe wohnen, betreut werden. Das geht ohne großen Aufwand. Regelmäßig sollte immer mal wieder nach der Dose geschaut werden, ob alles in Ordnung ist, etwa ob sie gerade hängt. Alle paar Wochen oder Monate muss die Dose zudem geleert werden. Dazu benötigt man lediglich einen Schraubenzieher.

Angelika Strittmatter von der Projektgruppe freut sich, dass bereits sich bereits erste Dosenpaten gemeldet haben. So werden unter anderem das örtliche Rote Kreuz und der Generationentreff eine Dosenpatenschaft übernehmen. Wer Interesse an einer Patenschaft für Kippendosen hat kann sich beim Generationentreff Lebenswert unter Telefon (07726)3 89 03 37 oder E-Mail: info@generationentreff-lebenswert.de melden.