Bad Dürrheim (sgn) Wie rührig die katholische Frauengemeinschaft Bad Dürrheim ist und was sie großzügig mit ihrem Tun bewirkt, wurde bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Mittwoch anhand der Berichte und Zahlen sehr eindrücklich deutlich. Die katholischen Frauen pflegen eine hervorragende Gemeinschaft. Es gehören zwei Gymnastikgruppen dazu, der Bastelkreis und die Fasnetswieber. Keine Rede also von Langeweile. Die Lockerungen der Landesregierung nutzten die Damen sogleich dazu, ihre Versammlung abzuhalten, natürlich mit entsprechenden Abständen zueinander.

Die Lockerungen haben die katholischen Frauen genutzt, um ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten, natürlich unter Einhaltung der Abstände zueinander.  Bilder: Sabine Naiemi
Die Lockerungen haben die katholischen Frauen genutzt, um ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten, natürlich unter Einhaltung der Abstände zueinander. | Bild: Naiemi, Sabine

Der Mitgliederstand zum 17. Juni 2020 betrug 143 Frauen. Damit können also im Berichtszeitraum von 2018 bis jetzt 31 neue Mitglieder begrüßt werden. Die katholische Frauengemeinschaft ist nun 110 Jahre alt. Die scheidende Vorsitzende Gabriele Dehner war zusätzlich zu ihrem großen Engagement für die Frauengemeinschaft äußerst emsig und besuchte die älteren Geburtstagskinder persönlich. Jeder der Damen wird stets eine Rose überreicht und so verteilte Dehner innerhalb von zwei Jahren 329 Geburtstagsrosen. Im gleichen Zeitraum wurden 27 Frauenmessen mit dem anschließenden Frauenfrühstück ausgerichtet. Das Frauenfrühstück findet immer am ersten Donnerstag eines Monats statt und wird auf Spendenbasis ausgerichtet.

Nicht wegzudenken ist für die Frauengruppe die Marmelade. In bewährter Manier steuerte Rita Heizmann wieder einmal rund 1000 Gläser ihrer köstlichen, selbst gekochten Marmelade bei. Auf die ganzen Jahre hochgerechnet, in denen Rita Heizmann nun Marmelade kocht, kommt sie mit Sicherheit auf rund 20 000 Gläser.

  • Das Jahr 2018: Im Januar wurde ein Vortrag angeboten, Anfang Februar war die Frauenfasnet. Am 19. Februar begann das Kerzenbasteln. Der Erlös von 757 Euro daraus ging an das Kinderhospiz. Der Erlös von 400 Euro vom Weltgebetstag wurde wie immer direkt weitergegeben, die Ministranten erhielten den Erlös von 576 Euro aus dem Palmenbinden. Weitere Unternehmungen waren der Kurs im Säulen machen aus Tontöpfen, die Maiandacht an der Lourdeskapelle, im Juni eine Wildkräuterwanderung und im August ein Vortrag von Diakon Karl-Heinz Groß über eine Diözese in Tansania. Groß wurden für diese 500 Euro mitgegeben. Aus dem Bazar, für den die Bastelgruppe um Angelika Schlenker bereits im Oktober zu werkeln begann, gab 3095 Euro Erlös. Jeweils 1000 Euro wurden an die Schwestern Maria in Ettlingen gespendet, an Missio in Aachen und die Mission Spiritaner.
  • Tätigkeiten 2019: Das Frauenjahr begann am 19. Januar mit einem Vortrag über Honig, gefolgt von der Frauenfasnet, die aufgrund der Pfarrsaal-Renovierung in Hochemmingen stattfand. Die Einnahmen daraus betrugen 991 Euro. Am 1. März wurden 553 Euro vom Kerzenbasteln an das Kinderhospiz überwiesen. Im April erhielten die Ministranten vom Palmenbasteln 570 Euro. Eine Spende an die Wärmestube in Schwenningen am 14. Mai betrug 1100 Euro. Zu den weiteren Terminen zählten die Maiandacht, ein Erste-Hilfe-Kurs des Deutschen Roten Kreuzes, eine Stadtführung mit Willi Reifgerste im Juli, im August das Kräutersträuße binden. Hiervon wurden 170 Euro für einen neuen Adventskranz investiert. Der Ausflug im September führte die Frauen auf die Insel Mainau. Am 4. November begann die Bastelgruppe mit dem Plätzchenbacken. Am 7. Dezember erbrachte der Adventskaffee mit Bazar einen Erlös von 3240 Euro. Wie im Jahr zuvor erhielten die Schwestern Maria, die Missio in Achen und die Mission Spiritaner jeweils 1000 Euro.
  • Tätigkeitsbericht 2020: Am 25. Januar nahmen 27 Teilnehmer an der Führung im Narrenschopf mit Elisabeth Reifgerste teil. Die Frauenfasnet fand am 16. Februar statt und erbrachte einen Erlös von 1097 Euro. Der Erlös vom Weltgebetstag im März in Höhe von 697,50 Euro ging wieder direkt weiter. Zu Palmsonntag bastelte Gabriele Dehner 50 Palmen, die verschenkt wurden. Am 24. Mai fand die Maiandacht an der Lourdeskapelle statt.
Pfarrer Michael Fischer (Mitte) freut sich über die Einigkeit unter den Frauen. Vorn von links: Gudrun Ruf, Gabriele Dehner, Cäcilie Horn. Oben von links: Anita Mainl, Regina Bittlingmaier, Eva Mayle.
Pfarrer Michael Fischer (Mitte) freut sich über die Einigkeit unter den Frauen. Vorn von links: Gudrun Ruf, Gabriele Dehner, Cäcilie Horn. Oben von links: Anita Mainl, Regina Bittlingmaier, Eva Mayle. | Bild: Naiemi, Sabine
  • Wahlen: Die Vorsitzende Gabriele Dehner stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie nach Ende ihrer laufenden Amtszeit aus Altersgründen aufhören wolle. 2015 übernahm Gabriele Dehner zunächst für ein Jahr provisorisch den Vorsitz der Frauengemeinschaft und verhinderte damit deren drohende Auflösung. Ihre Nachfolgerin ist Gudrun Ruf. Kassiererin Cäcilie Horn, die stellvertretende Vorsitzende Regina Bittlingmaier und die Beisitzerin Eva Mayle wurden wiedergewählt. Eva Bös schied als Beisitzerin aus, ihre Nachfolgerin ist Anita Mainl.