Die Radsport-Großveranstaltung Riderman ist bereits seit über 20 Jahren ein wiederkehrender Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt Bad Dürrheim und auch über die Regions- und Landesgrenze hinaus ein beliebtes Jedermann-Rennen. Jedes Jahr freuen sich tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen landschaftlich attraktiven und anspruchsvollen Streckenverlauf, auf spannende Wettkämpfe und das erfolgreiche sowie bewährte Konzept eines 3-Etappen-Rennens mit Tages- und Gesamtwertungen in Bad Dürrheim.

Nachdem laut Landesverordnung Sportveranstaltungen mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt sind, bestand die Hoffnung, dass sich der Riderman 2020 durchführen lässt. Doch nun steht leider mit Gewissheit fest: Das Traditionsrennen fällt dieses Jahr aus. Die Veranstalter Sauser Event GmbH und die Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim haben sich gemeinsam mit der Stadt Bad Dürrheim darauf verständigt. Diese Entscheidung wird auch die Beherbungsbetriebe der ganzen Region treffen.

Der Riderman 2020 hätte vom 18. bis 20. September stattfinden sollen. Die Teilnehmerzahlen stiegen im Verlauf der Jahre kontinuierlich an. Von 2009 mit 412, über 2014 mit 754 Startern, stellte 2019 mit 1150 Radfahrern aus 24 verschiedenen Nationen einen Teilnehmerrekord dar. Der Älteste war 75 Jahre alt, die Älteste 63. „Die Premieren-Events, wie der erstmals integrierte Heuer-Cup für Lizenzfahrer, der Family Ride der Schwenninger Krankenkasse, das Inklusions-Radrennen und nicht zuletzt der Online-Livestream, sollen weiter ausgebaut werden“, erklärte Rik Sauser dazu.

Doch das wird sich nun verschieben. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise und den aktuellen Beschlüssen für die Veranstaltungsbranche wurde nun schweren Herzens gemeinsam entschieden, die Veranstaltung nicht umzusetzen, so die Mitteilung der Kur- und Bäder GmbH.

„Nach dem ersten Schock Mitte März hatten wir gehofft, dass es zum jetzigen Zeitpunkt schon einen Lichtblick für die Veranstaltungsbranche und somit auch für den Riderman geben wird. Doch leider lassen die Verordnungen und Regelungen keinen Planungsspielraum zu“, so Rik und Kai Sauser. Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung, die besagt, dass von 1. August bis 31. Oktober nur 500 Personen bei Veranstaltungen erlaubt sein werden, gebe es keine zufriedenstellende Perspektive, das Rennen auszutragen.

„Wir bedauern es alle sehr, dass dieses Sport-Highlight dieses Jahr erstmals nicht stattfinden kann. Die Entscheidung ist allen Beteiligten sehr schwer gefallen, besonders da auch unser Hotel- und Gastgewerbe in Bad Dürrheim über das Riderman-Wochenende normalerweise ausgebucht ist. Der Riderman ist ein wichtiger Faktor für das Image sowie den Bekanntheitsgrad unserer Stadt sowie der gesamten Region. Unter diesen stark eingeschränkten Voraussetzungen ist die Veranstaltung jedoch weder für die Stadt noch die Veranstalter darstellbar. Umso mehr freuen wir uns heute schon auf die Austragung im nächsten Jahr“, erklärt Kurgeschäftsführer Markus Spettel.

Einig sind sich alle darin, dass der Riderman auch zukünftig eine feste Größe in Bad Dürrheim bleiben soll. „Wir haben intensiv das Für und Wider abgewägt. Eine Durchführung hätte bei der maximal zulässigen Personenzahl keinen Sinn gemacht, wenn man den Aufwand gegenüberstellt“, so Bürgermeister Jonathan Berggötz. „Wir hoffen, dass der Riderman 2021 wieder unter normalen Bedingungen stattfinden kann und freuen uns dann umso mehr auf Radsportler und Gäste aus den verschiedensten Regionen Deutschlands und Europas.“

Für diejenigen, die sich bereits angemeldet haben, gibt es die erfreuliche Nachricht, dass der Veranstalter anbietet, die Startplätze auf 2021 kostenfrei umzuschreiben, oder die bereits geleisteten Startgelder vollständig zurück zu erstatten. Der Veranstaltungstermin 2021 steht noch nicht fest. Er hängt von der Bundestagswahl im September 2021 ab. Sobald dieser Termin steht, kann auch der Riderman-Termin fixiert werden.