Bei seiner öffentlichen Sitzung am vergangenen Donnerstag hat der Gemeinderat die Vergabe fünf verschiedener Gewerke zur Sanierung der Salinensporthalle beschlossen. Dabei geht es um eine Summe in Höhe von insgesamt 2 385 160 Euro. Der Beschluss wurde trotz derzeit unklarer Haushaltslage erforderlich, da bei einer Verschiebung Angebotsfristen und beantragte Zuschüsse verfallen würden. Die Aufträge für die Gewerke müssten – so erklärte Stadtbaumeister Holger Kurz – definitiv bis zum 15. Mai erteilt werden. Alle Fraktionen stimmten dem Beschluss ohne Einschränkung zu.

  • Die Sanierung: Eingeweiht wurde die Salinensporthalle im Jahre 1992, im Oktober 2013 stellte sich nach Untersuchungen des Fachbüros Fritz heraus, dass die Sporthalle ein Sanierungsfall ist. Die Pläne zur Sanierung wurden jedoch immer wieder aufgrund der Höhe der Kosten verschoben. Mittlerweile drängt die Zeit, da insbesondere auch das Dach undicht ist. Schließlich hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 19. September 2019 die Sanierung der Salinensporthalle mit Kosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro beschlossen. Zurückgestellt wurden noch die Dachsanierung der Nebendächer/Technik und die Dachbekleidung der Attika mit insgesamt 213330 Euro. Rechnerisch betrug der in 2019 genehmigte Aufwand somit 2 386 670 Euro.
  • Die Gewerke: Die Gewerke Heizung und Sanitär wurden, nachdem bei der ersten Ausschreibung hierzu keine Angebote eingingen, in zwei Lose aufgeteilt.

Für das Los 1 (Sanitär) ist die wirtschaftlichste Bieterin die Firma Sülzle Kopf GmbH aus Sulz am Neckar mit einer Angebotssumme von 97 583 Euro.

Bei Los 2 (Heizung) die Firma Degen aus Tuningen mit 266 239 Euro.

Als wirtschaftlichste Bieterin für die Dachsanierung mit 708 113 Euro erhält die Firma T & S Wolf aus Löffingen-Unadingen den Zuschlag.

Der Auftrag für die Lüftungstechnik geht an die Firma Helmut Feurer aus Riedlingen mit einer Angebotssumme von 208 600 Euro, das Gewerk Elektrotechnik an die Firma Waldmann aus Villingen-Schwenningen mit 724 054 Euro.

  • Finanzierung: Im Haushalt stehen zur Finanzierung der Gesamtkosten in Höhe von aufgerundet 2 390 000 Euro, einschließlich des voraussichtlichen Budgetübertrages aus 2019 insgesamt 1 780 000 Euro zur Verfügung. Zur Restfinanzierung ist im Haushalt 2020/2021 eine Restrate von 636 000 Euro bereit zu stellen. Eventuell könnten über eine zweite Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Halle weitere Einkünfte regeneriert werden, regte Kurz an.
  • Förderungen: Drei Förderanträge wurden gestellt. Aus der Bundesförderung liegen Förderbescheide für Beleuchtung und Lüftung in Höhe von 71000 Euro vor. Hier wurde der Bewilligungszeitraum über eine erneute Antragstellung bereits ausnahmsweise um ein Jahr verlängert. Der Baubeginn muss bis 1. August 2020 erfolgen. Bei einer erneuten Beantragung wegen einer weiteren Verschiebung auf 2021 könne mit diesem Zuschuss nicht mehr gerechnet werden, verdeutlichte Holger Kurz.

Die Obergrenze für den Zuschussantrag für die Sportstättenförderung liegt bei 420 000 Euro. Mit einer Bewilligung in voller Höhe sei nicht zu rechnen, so Kurz. Ein erneute Antragstellung wäre nicht mehr möglich, da die Stadt 2019 zum Erhalt einer vorzeitigen Baufreigabe hierauf ausdrücklich verzichtet hat.

Der gestellte Ausgleichsstockantrag wurde 2019 zurückgezogen, 2020 wurde ein erneuter Antrag über 650 000 Euro gestellt, über den noch nicht entschieden ist. Auch hier kann nicht mit dem vollen Betrag gerechnet werden. Realistisch würden 300 000 bis 350 000 Euro sein, meinte der Stadtbaumeister.

  • Zustimmung: Auch wenn der städtische Haushalt derzeit auf den Prüfstand gestellt wird – das wird unter anderem Thema bei der Klausurtagung des Gemeinderates am Wochenende des 14. und 15. Mai sein, und auch die Kur- und Bäder GmbH finanzielle Hilfe benötigen wird, waren sich alle Fraktionen einig, dass man jetzt keine Vollbremsung hinlegen könne, insbesondere da durch eine erneute Verschiebung Fördergelder verloren gehen. Jetzt räche sich, dass das sieben Jahre lang verschoben wurde, so Klaus Götz von den Freien Wählern. Das Gremium sehe die Notwendigkeit und die Bedeutung der Halle für Vereine, Schulen und Bürger wurde in den Kommentaren der Fraktionsvorsitzenden deutlich.

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