Zu unserem Bericht über den Spatenstich für das Projekt „Wohnen am Park“ auf dem alten Irma-Areal erreicht uns folgende Stellungnahme der IG Pro Bad Dürrheim

Der Wunsch des Bürgermeisters, die Öffentlichkeit möge die Vergangenheit des umstrittenen Projekts hinter sich lassen, wird sich so rasch nicht erfüllen. Das Projekt Neubebauung des Irma-Areals ist und bleibt, so wie es genehmigt worden ist, ein städtebauliches Desaster, das die Entwicklung Bad Dürrheims nachhaltig behindern wird. Allen, die sich mit dem Gedanken tragen, dort eine Wohnung oder eine Gewerbefläche zu kaufen, sollten wissen, dass weder die Baugenehmigung, noch die wasserrechtliche Plangenehmigung für die sogenannte Teiloffenlegung der Stillen Musel rechtskräftig sind und zudem der vorhabenbezogene Bebauungsplan Irma, der die Grundlage für die Erteilung der Baugenehmigung ist, vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg angefochten wurde. Wer dort dennoch eine Wohnung kauft, geht das Risiko ein, dass seine Immobilie mit einem schwerwiegenden Mangel behaftet ist, falls auch nur eine dieser Klagen Erfolg hat. Voraussichtlich wird es noch Jahre dauern, bis auch die vorgenannten Verfahren rechtskräftig abgeschlossen sein werden. Bemerkenswert ist auch die Rolle von Bürgermeister Jonathan Berggötz, der sich in kurzer Zeit zum Fürsprecher von mehreren Projekten des Architekturbüros Rebholz gewandelt hat, zum Beispiel beim Projekt Hofen II. Einem Bürgermeister würde es gut zu Gesicht stehen, wenn er bei derart umstrittenen Projekten wie etwa der Neubebauung des Irma-Areals und der Überbauung von Hofen II mehr Neutralität an den Tag legen würde.

Annerose Knäpple und Anette Bächler, Bad Dürrheim