Wenn im Alter das Gehen mühsam und längere Wegstrecken beschwerlich werden, leisten Rollatoren den Betroffenen wertvolle Unterstützung, um im Alltag möglichst lange weitgehend eigenständig mobil zu bleiben und die Lebensqualität zu erhalten. Über den richtigen Einsatz und Umgang mit den rollenden Gehunterstützung und vieles mehr konnten sich jetzt viele Interessierte beim Rollatortag in Bad Dürrheim umfassend informieren.

Jede Menge Infos von den Profis

Organisiert wurde der „Tag rund ums Wägele“ im Haus des Bürgers vom Pflegestützpunkt und der Beratungsstelle Alter und Technik des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Mehrere Sanitätshäuser stellten verschiedene Modelle für drinnen und draußen vor und überprüften als kostenlose Serviceleistung beispielweise, ob der eigene, mitgebrachte Rollator für die individuelle Körpergröße optimal eingestellt ist.

Groß war der Andrang beim ersten Rollatortag in Bad Dürrheim nach zwei Jahren Coronapause. Interessiete konnten sich über verschiedene ...
Groß war der Andrang beim ersten Rollatortag in Bad Dürrheim nach zwei Jahren Coronapause. Interessiete konnten sich über verschiedene Modelle und den richtigen Umgang mit der Gehunterstützung informieren. | Bild: Sprich, Roland

„Wir freuen uns, dass wir den Rollatortag nach zwei Jahren Corona-Pause wieder anbieten dürfen“, sagte Fabienne Klausmann von der Beratungsstelle Alter und Technik. Zuletzt fand der Rollatortag 2019 in Furtwangen statt. „Allerdings waren wir anfangs unsicher, ob das Angebot auch angenommen wird.“

Dass die Sorge unbegründet war, zeigte sich schnell. Zahlreiche Personen der angesprochenen Zielgruppe nutzten das kostenlose Informationsangebot. Darunter auch Xaver Fichter, der sich intensiv mit der Wahl des für ihn optimalen Rollators befasste. „Mein Vater ist 92 Jahre und sehr kritisch“, sagte seine Tochter Berta Glatthaar-Grau, die ihn begleitete.

Leicht und transportabel soll es sein

Auch Heinz Koeppke und seine Frau Edeltraud ließen sich umfassend beraten. „Wir suchen einen Rollator, der möglichst kompakt und leicht ist, um ihn im Auto zu transportieren“, zählte Heinz Koeppke die wichtigsten Präferenzen auf.

Obwohl seine Frau Edeltraud noch weitgehend mit dem Auto fährt, probiert Heinz Koeppke aus, wie man mit Rollator barrierefrei in einen ...
Obwohl seine Frau Edeltraud noch weitgehend mit dem Auto fährt, probiert Heinz Koeppke aus, wie man mit Rollator barrierefrei in einen Niederflurbus der Südbadenbus einsteigt. Busfahrer Gerhard Heß erklärt, wie das mit der ausklappbaren Rampe funktioniert. | Bild: Sprich, Roland

Als zusätzliches Angebot stellte die Südbadenbus GmbH sich und ihr barrierefreies Angebot im Linienverkehr vor. „Wir haben ausschließlich Niederflurbusse im Einsatz“, sagte Busfahrer Gerhard Heß. Das bedeutet, dass der Einstieg in den Bus stufenlos ist. Zusätzlich befindet sich am hinteren Einstieg eine ausklappbare Rampe, mit der Personen mit Rollstuhl oder Rollator barrierefrei in den Bus einsteigen können.

Hilfsbereitschaft wächst

Steht ein Fahrgast an der Haltestelle, der die Einstiegshilfe benötigt, ist entweder der Busfahrer behilflich. „In vielen Fällen übernehmen das aber inzwischen sogar andere Fahrgäste“, lobt Heß die Hilfsbereitschaft der Mitfahrenden.

Nach viel Information ließen es sich die Besucher des Rollatortags bei Kaffee und Kuchen gut gehen, dazu sorgte Alleinunterhalter Helmut Doser für musikalische Unterhaltung.