Wer auf die Baustelle des Minara kommt, ahnt es schon: Der ursprünglich geplante Öffnungstermin vor den Sommerferien lässt sich nicht halten. Als neuer Termin ist jetzt der 1. September anvisiert.

Demnächst ist das Dach des Minara (linkes Bild) komplett fertig. Die Ansicht des Schwimmbads nach außen ist durch die neuen Fensterelemente aufgelockert. Die Wasserrutsche (kleines Bild) wird noch saniert.
Demnächst ist das Dach des Minara (linkes Bild) komplett fertig. Die Ansicht des Schwimmbads nach außen ist durch die neuen Fensterelemente aufgelockert. Die Wasserrutsche (kleines Bild) wird noch saniert.

Der Grund für die Verschiebung? Quarantänefälle in den verschiedenen Bauteams und durch Corona bedingte Lieferverzögerungen für Baumaterialien. Bis zum Januar habe noch alles ganz toll ausgesehen, so Planer Thomas Pickel, alles war voll im Zeitplan. Doch dann schlug die Corona-Situation zu, seit April erhöhten sich – besonders für Holz – die Lieferzeiten und Preise für Baustoffe und zu guter Letzt konnten die Dachdecker aufgrund der vielen Regentage nicht wie geplant arbeiten. 42 Arbeitstage waren vorgesehen, 27 Regentage funkten dazwischen. Die Dachfläche betrage übrigens 2200 Quadratmeter, erklärte Bauleiter Holger Klein.

Bis das Minara fertig ist, dauert es doch noch eine Weile (von links): Schwimmbadplaner Thomas Pickel, Kurgeschäftsführer Markus Spettel, Architekt Michael Rebholz, Bäderbereichsleiter René Keller und Bereichsleiter Stefan Becker.
Bis das Minara fertig ist, dauert es doch noch eine Weile (von links): Schwimmbadplaner Thomas Pickel, Kurgeschäftsführer Markus Spettel, Architekt Michael Rebholz, Bäderbereichsleiter René Keller und Bereichsleiter Stefan Becker.

Das eine ziehe das andere nach sich, so Pickel weiter. Die Attika könne erst gemacht werden, nachdem das Dach vollständig gedeckt sei, das Gerüst erst danach abgebaut werden, die Dämmung und die Außenanlage sowie die Fassade erst fertiggestellt werden, wenn das Gerüst abgebaut ist. Schnell improvisieren wolle man nicht, das würde Qualitätseinbußen bedeuten. Immerhin gelang es, die Lieferzeit der benötigten Holzmaterialien von acht Wochen auf vier Wochen zu reduzieren, indem man anderes Holz, aber von gleicher Qualität, bestellte.

Die ausgefeilte Technik beeindruckt auch Architekt Michael Rebholz
Die ausgefeilte Technik beeindruckt auch Architekt Michael Rebholz

Fertig sei die komplette Haustechnik bis auf die Fertiginstallationen, also Waschbecken, Armaturen und diese Dinge. Damit warte man bis zuletzt, erklärte Schwimmbadplaner Pickel, denn diese Dinge würden allzu gerne gestohlen werden. Aktuell werden im Garderobenbereich die Umkleideschränke aufgestellt. Familienfreundlich präsentiere sich das Ganze, so Pickel, in verschiedenen Farben und großzügiger als früher.

Bild: Sabine Naiemi
Bild: Sabine Naiemi

Die Technik präsentiert sich auf dem neuesten Stand mit Wärmerückgewinnung, einem Blockheizkraftwerk, und vielem mehr an Filtertechnik, automatischer Wasser- und Chloreinspeisung und so weiter. Nichtsdestotrotz wurde die Technik verschlankt und vereinfacht, was sich in niedrigeren Unterhalts- und Wartungskosten niederschlagen wird. Verschiedene Bereiche der Technikinstallationen konnten über Fördermittel finanziert werden.

Bild: Sabine Naiemi
Bild: Sabine Naiemi

Fertig ist auch der Beachbereich (das zugeschüttete Außenbecken). Der Kinderbereich bleibt wie vorher, bekommt aber noch eine neue Bodenbeschichtung und ein Sonnensegel.

Der Boden im Kleinkindbereich erhält noch eine neue Beschichtung
Der Boden im Kleinkindbereich erhält noch eine neue Beschichtung

Das Innenbecken im Kinderbereich wird noch neu verfliest.

Das Kinderbecken im Innenbereich wird noch neu verfliest. Bilder: Sabine Naiemi
Das Kinderbecken im Innenbereich wird noch neu verfliest. Bilder: Sabine Naiemi

Die zwölf Meter langen und drei Meter hohen Fensterelemente werden von Hand geöffnet, da elektrische Anlagen nicht chlorbeständig sind. Auch im Kinderbereich lassen sich die Fenster nach außen hin öffnen. Beim Kinderbereich findet ein Aufenthaltsbereich Platz, wo man sich zum Verzehr von Speisen und Getränken aufhalten kann. Zwischen Kinderbereich und Foyer wird ein Gastrobereich angesiedelt, wo man sich an Automaten Getränke, Snacks und Eis kaufen kann.