Bürgermeister Jonathan Berggötz hat sich mit Vertretern aller Fraktionen sowie den Vertretern der Investorengruppe „B.E.S.T.“ getroffen, um sich über die Herausforderungen der Projekte im Rahmen der Stadtentwicklung auszutauschen. Dies teilt die Stadtverwaltung in einer Erklärung mit.

Seit dem mehrheitlich gefassten Gemeinderatsbeschluss im Juli 2020, dass die Stadtverwaltung mit den Investoren in Kaufverhandlungen über die Grünflächen im Bereich Hofen II treten soll, sei mehr übereinander als miteinander gesprochen worden, so der Bürgermeister. Schon beim ersten Treffen mit den Investoren sei klar geworden, dass es große Spannungen gab.

Um den Gesamtprozess und den angestrebten städtebaulichen Wettbewerb weiterführen zu können, war es Bürgermeister Berggötz wichtig, die jeweiligen Parteien an einen Tisch zu holen. Wichtiger Faktor des Treffens war es, sich über die gegenseitigen Kritikpunkte auszutauschen und sich in die Lage des Gegenübers zu versetzen. „Wir waren dem Gemeinderat gegenüber seit Jahren immer offen, was unsere Pläne angeht und man hat uns machen lassen“, so Joachim Limberger von der B.E.S.T.-Holding. „Und dann wurde mitten in der Sitzung ein Beschlussvorschlag erarbeitet, dass die Stadt uns die Flächen abkaufen soll, ohne uns das auch nur einmal vorher signalisiert zu haben“, so Limberger weiter.

Die Fraktionsvertreter gaben die Kritik von Bürgern weiter, dass es so rüberkomme, als wäre sowieso schon alles entschieden und die B.E.S.T.-Gruppe machen könne, was sie wolle. Dies sei ganz klar nicht der Fall, erklärt Berggötz. Jedes Einzelprojekt und auch Teile des Gesamtkonzepts würden der Zustimmung des Gemeinderats bedürfen. Klar wurde aber auch schnell, dass man grundsätzlich die gleichen Ziele verfolgt.

Die positive Entwicklung des Tourismus- und Gesundheitsstandorts Bad Dürrheim einigt alle – Fraktionen, Stadtverwaltung und Investoren. Es gäbe, entgegen mancher Wahrnehmung, grundsätzlich eine positive Stimmung zur Umsetzung der Projekte, nahm der Bürgermeister wahr. Dennoch müsse klar sein, dass der Gemeinderat den Weg vorgibt und sein Planungsrecht ausübt.

Die Vertreter der B.E.S.T.-Gruppe wünschen sich einen engeren Dialog und zeigten auch Kompromissbereitschaft bei einzelnen kritisch gesehenen Projekten im Gesamtkonzept. Die Überlegungen und die Kompromissbereitschaft wurden von den Teilnehmern der Fraktionen und der Stadtverwaltung grundsätzlich positiv zur Kenntnis genommen. Sie sollen in den kommenden Wochen weiter ausgearbeitet und dann dem Gemeinderat präsentiert werden.

Stadtentwicklung geht weiter

Um insgesamt mit dem Gesamtprojekt weiter zu kommen, waren sich auch alle Teilnehmer einig, dass der geplante städtebauliche Wettbewerb der Stadt weiter vorangetrieben wird, um für das Areal im Herzen von Bad Dürrheim städtebaulich neue Perspektiven zu schaffen. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats wird zunächst der Abschlussbericht der Bürgerwerkstatt präsentiert, der dann in das Eckpunktepapier für den Städtebaulichen Wettbewerb einfließen wird. Abschließend war Bürgermeister Berggötz sehr froh, dass alle Beteiligten weiterhin die großen Chancen sehen, die die Projekte der Investorengruppe für die touristische Entwicklung der Stadt bedeuten. Er lobte ausdrücklich die Dialog- und Kompromissbereitschaft, die alle Seiten gezeigt haben, um auch bei den kritischen Themen voran zu kommen.

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