Am Donnerstag, 25. März, fand der erste Test-Tag für die Schülerinnen und Schüler an allen drei Schulen der Stadt statt. Es wurden kostenlose Corona-Schnelltests für alle Schüler angeboten, was auch rege von den Kindern und Jugendlichen genutzt wurde, wie Stadt und Schulen wissen lassen.

„An der Ostbaarschule in Oberbaldingen haben sich gleich 60 von 120 Schülern testen lassen“, berichtet die Ärztin Karin Todoroff. Die Hüttenbühl-Klinik war an der Realschule am Salinensee vor Ort und konnte 70 von ungefähr 220 anwesenden Schülern testen. An der Grund- und Werkrealschule (GWRS) wurden rund 100 Schüler getestet.

„Der erste Testtag an den Schulen wurde erfolgreich abgeschlossen“, so Pressereferent Alexander Stengelin von der Stadtverwaltung.

„Die Tests liefen schnell und reibungslos durch und wir waren früher fertig als gedacht“, berichtet die Realschulrektorin Stephanie Martin. Die Aufregung der Schüler sei deutlich zu spüren gewesen. Die Spucktests seien von den Schülern gut angenommen worden. Es sei eine gute Sache, vor allem für das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen, endlich zu wissen, dass man gesund sei, sagt Martin. Die Tests an der Realschule übernahm die Hüttenbühl-Klinik. Hier wurde der Spuck-Test eingesetzt.

Die Probe aus dem Nasen- oder Rachenraum wird zunächst in der Testflüssigkeit aufgelöst und später auf einen Teststreifen geträufelt. (Archiv)
Die Probe aus dem Nasen- oder Rachenraum wird zunächst in der Testflüssigkeit aufgelöst und später auf einen Teststreifen geträufelt. (Archiv) | Bild: Roland Sigwart

An der Grund- und Werkrealschule hat der Kundenbereich Soziales unter der Leitung von Uwe Hüls tatkräftig bei den Tests unterstützt. Gleich drei Experten waren vor Ort: der Allgemeinmediziner Rainer Schnerch, Apothekerin Andrea Kanold von der Salinen- beziehungsweise Johannis-Apotheke sowie der städtische Mitarbeiter Michael Hauser (gelernter Rettungssanitäter), führten die Tests durch. Unterstützt wurden sie von Miriam Stebinger, die als pädagogische Assistentin an der Schule arbeitet. Auch hier lief alles reibungslos und zeitlich schneller als gedacht. Konrektorin Stephanie Schweizer freut sich: „Bei rund 100 getesteten Schülern waren keine Positiv-Meldungen dabei.“ Am Montag nach den Ferien starten die Tests an der GWRS, der Realschule am Salinensee und der Ostbaarschule wieder. Es werden dann immer montags und donnerstags Tests angeboten. Wichtig für die Eltern: Jeder Schüler benötigt eine Einverständniserklärung der Eltern, um getestet werden zu dürfen.

Verschiedene Tests

„Der Unterschied zwischen dem Test im Nasenraum und dem Spucktest ist die Art und Weise, wie das Material für den Abstrich gewonnen wird“, erklärt Apothekerin Kanold. „Wir haben auch Spuck-Tests, haben uns aber gegen die Beutel und gegen Pappbecher entschieden, weil wir der Meinung sind, dass viele nicht gezielt den Speichel in den Becher geben. Es kann immer etwas danebengehen. Dafür, dass wir das vor Ort machen, war uns das nicht hygienisch genug.“ Bei Tests in der Nase spiele es keine Rolle, was gegessen oder getrunken wurde, oder ob geraucht wurde. Da sind die Keime und Viren drin, auf die getestet wird. Bei dem Test im Nasenraum sei es auch so, dass die Kinder das selbst machen können, soweit sie können. Alle Kinder hätten das prima hingekriegt.

Bürgermeister Jonathan Berggötz hat sich zu Beginn gleich als Erster in der Bad Dürrheimer Johannis-Apotheke dem Schnelltest unterzogen.
Bürgermeister Jonathan Berggötz hat sich zu Beginn gleich als Erster in der Bad Dürrheimer Johannis-Apotheke dem Schnelltest unterzogen. | Bild: Stadtverwaltung

Die Sicherheit beim Test im vorderen Nasenraum liege bei etwa 90 Prozent, bei dem Test mit Speichel bei 80 bis 85 Prozent, erklärt Kanold weiter. „Beides ist gut.“ Außerdem gebe es auch noch einen „Lolli-Test“. Dieser werde gegen den Obergaumen gedrückt und eigne sich besonders für Kleinkinder.

„Es ist toll, wenn ein Projekt so angenommen wird“ freut sich Markus Stein, Leiter des Fachbereichs Bildung, Soziales und Politik. „Wie und ob die Schüler das Angebot annehmen, war anfangs ungewiss“, so Stein. Die Rückmeldungen der Schulen und betreuenden Ärzte würden zeigen, dass die Kommunale-Test-Allianz der richtige Weg ist.

Die Entscheidung, welche Tests verwendet werden, habe die Stadt wissentlich den Teams überlassen. Zunächst hätten aufgrund der Kürze der Zeit die Hüttenbühl-Klinik und die Apotheke am Salinensee die Tests selbst besorgt und bereitgestellt. Die Kosten werden bei der Stadt eingereicht. Die Stadt erstattet den Partnern der Test-Allianz für die Schüler-Tests jeweils sechs Euro plus neun Euro für die überwachte Begleitung. Die Abrechnung der Bürgertests erfolge nach den Abrechnungssätzen der Bundestestverordnung.

Ziel der Stadt sei, mit den Tests Sicherheit zu schaffen und die Gefahr von Infektionsketten zu vermeiden, so Stein. Man hoffe, erste Hemmschwellen abgebaut zu haben. Die Bürgertests würden übrigens sehr, sehr stark angenommen, kann Apothekerin Andrea Kanold berichten. „Immer zum Wochenende hin haben wir gut zu tun.“