„Ich hoffe, dass die Hindernisse bis zum Frühjahr beseitigt sind und wir auf würdige Weise feiern können“, lauten ein paar Zeilen eines auf Ende September datierten Schreibens von Bürgermeister Czeglédi Gyula an Bad Dürrheims Stadtoberhaupt Jonathan Berggötz. Die ursprünglich im März geplante Feier mit Hajdúszoboszló, Bad Dürrheims Partnerstadt in Ungarn, musste aufgrund des Coronavirus ausfallen. Der Deutsch-Ungarische Freundeskreis ist nun erpicht darauf, nach Corona seine Kontakte zu seinen ungarischen Freunden wieder intensivieren zu können, wurde jetzt bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Beziehungen sind sehr familiär

Durch Corona fand 2020 kein persönliches Treffen zwischen den deutsch-ungarischen Freunden statt. Der letzte Besuch der Ungarn war im Juli 2019, seinerzeit gastierten von 14 angemeldeten Paaren doch immerhin vier bei ihren Freunden in Bad Dürrheim. Die Beziehungen scheinen familiär zu sein. „Wir konnten alle privat bei Vereinsfreunden hier unterbringen“, so Vorsitzender Wilfried Wölfe.

Die Ungewissheit ist groß

Nun hofft man seitens der Bad Dürrheimer, mit den ungarischen Freunden doch noch eine opulente Jubiläumsfeier abhalten zu können. Doch Corona stellt alle Pläne hinter einen Schleier aus Ungewissheit. Seinen Ausblick für 2021 formuliert Wölfle daher recht einsilbig: „Wir wollen die Stammtische beibehalten, ein Frühjahrsfest im Ungarn-Garten im Kurpark abhalten und uns eventuell an eine Busreise eines anderen Vereins anhängen.“

Hauptversammlung wird abgesagt

Wie unsicher Planungen generell zu Corona-Zeiten sind, verdeutlicht sich mitunter am Pendant der Ungarnfreunde in der Kurstadt, dem Deutsch-Französischen Freundeskreis. Die auf den gestrigen Freitag terminierte Hauptversammlung musste abgesagt werden, weil der Landkreis habe die Grenze von 50 Infizierten überschritten. Normalität bieten daher geregelte Termine, für die Ungarn-Freunde bleibt ihr Stammtisch im Café Matisse eine feste Instanz. Jeden zweiten Mittwoch im Monat trifft man sich hier ab 17 Uhr.

Vertrauensbeweis für Amtsinhaber

Die Wahlen brachten einen Vertrauensbeweis für die Amtsinhaber. Wilfried Wölfle bleibt Vorsitzender, Vize-Vorsitzende ist Ursula Welpp, das Ehepaar Renate und Jürgen Hartmann übernimmt weiterhin Kasse und Schriftführung. Der Beisitz besteht nunmehr aus Ingrid Wölfle, Ildiko Kardos, Rudi Meinzer, Peter Gießer, Klaus Messmer und Herbert Schötz.

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