Bad Dürrheim (wwa) Ernst Lutz von der Kurseelsorge Bad Dürrheim ist mittlerweile ein Garant für das Auftun besonderer Künstler. Der Auftakt im Jahr 2019 der Klassik-Live-Reihe war entsprechend mit einem hochkarätigen Trio besetzt, das rund 50 Musikliebhaber mit Salonmusik begeisterte.

"I Solisti di Salon" – bestehend aus Daniel Kübler am Klavier, Sandor Varga an der Violine und Zenon Kazimierz-Strittmatter am Kontrabass sorgten dafür, dass alle einen beschwingten Abend genießen konnten und jeder am liebsten zum Tanzen aufgestanden wäre. "Es ist Musik, von der man nicht genug bekommt und die gerne die ganze Nacht weiter erklingen könnte", resümierte Ernst Lutz später.

"Salonmusik ist ein Ausdruck für leicht fassliche, oft auch virtuose Musik. Sie soll gefällig und unterhaltsam sein", erklärte er zuvor noch. Salonmusik als Genre setzt sich vorwiegend aus Bearbeitungen von Opern- und Operetten-Arien sowie von Gesellschaftstänzen zusammen. Ferner besteht sie aus poetischen Instrumentalstücken, die eine Geschichte erzählen, oder eine Atmosphäre schaffen sollen.

Die Musiker des Ensembles sind allesamt Dozenten der Musikakademie Villingen-Schwenningen und durchweg studierte Musiker, die ihr Handwerk wahrlich perfektioniert haben. Ihre Leidenschaft vibriert in jedem noch so leisen Ton, der sich bis hin zu einem großen Klanggemälde entwickelt. Viele der an diesem Abend gespielten Werke sind dem geneigten Musikliebhaber bekannt, gerade deshalb so eingängig und eben jene Beschwingtheit vermittelnd, für die die Salonmusik bekannt ist. Denkt man an Brahms Ungarischen Tanz Nr. 6, die Fledermaus von Johann Strauß, oder den Rosenkavalier von Richard Strauss, dann kann man die Vielseitigkeit dieser Musik erahnen. Hinzu kamen verschiedenste Tänze, die engagiertes Kopfnicken und Mitwippen bei den Zuhörern zur Folge hatten.

"Bevor sie nun die Stühle beiseite räumen und wirklich noch das Tanzbein schwingen, spreche ich den Musikern Dank und Anerkennung für diese grandiose Darbietung aus", schloss Ernst Lutz den Abend.