Der amtierende Bürgermeister der Kurstadt Walter Klumpp hat erklärt, dass er für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr nicht mehr kandidieren wird. Das bedeutet am Sonntag, 31. März 2019, werden die Bad Dürrheimer ein neues Stadtoberhaupt wählen. Seit 2003 ist der 60-Jährige im Amt. 

Am 30. Juni endet seine zweite Amtszeit nach acht Jahren offiziell. Nachdem Klumpp im Mai einen Herzinfarkt erlitten hatte, als er mit dem Fahrrad unterwegs gewesen war, ist die Frage nach seiner Kandidatur laut geworden.

Video: Anna-Lena Stauder

Er habe sich in den vergangenen Monaten "intensiv Gedanken gemacht" und sei schließlich nach Abwägen verschiedener Gesichtspunkte zu dem Schluss gekommen, dass es Zeit ist, sich als Bürgermeister zurückzuziehen. Schließlich war er auch schon zuvor 19 Jahre Bürgermeister in der Gemeinde Tuningen, in der er noch heute lebt. Aufsummiert hat er dann 35 Jahre seines Lebens als Bürgermeister gearbeitet.

"Der Herzinfarkt hat meine Entscheidung mitbeeinflusst", sagt Walter Klumpp, auch wenn er sich gut erholt habe. Am Pfingstwochenende hatte er die Herzattacke erlitten und im Anschluss eine Reha am Bodensee gemacht. Acht Wochen fiel er im Rathaus aus und kehrte Mitte Juli dorthin zurück.

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Die Bad Dürrheimer haben nun bis zum kommenden Frühjahr Zeit, auf ein möglichst breites und kompetentes Bewerberfeld für ihren vakant werdenden Bürgermeister-Posten zu hoffen. Die Stadt ist derzeit recht gut aufgestellt. Das Irma-Projekt oder die Zukunft des Minaras, die mittlerweile gesichert ist, haben in der jüngsten Zeit die Kommunalpolitik beherrscht. Neben der Entwicklung der Kernstadt steht auch die Zukunftsplanung für die Stadtteile auf der politischen Agenda.

In Sachen Irma steht Klumpp weiter dahinter, das Bebauungsplanverfahren zeitnah abzuschließen. Er sei sich bewusst darüber, dass viele Themen gerade im Werden begriffen sind, doch irgendwann sei es Zeit, Aufgaben abzugeben. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen.

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"Das Zusammensein mit den Bürgern ist toll und hat mir persönlich auch immer viel gegeben", sagt Klumpp. Er wolle in der Zeit bis Juni engagiert weiterarbeiten, aber schon jetzt auch einen Dank an die etwa 180 Mitarbeiter der Verwaltung, den Gemeinderat, die Ortschaftsräte und Ortsvorsteher aussprechen.

Für die Zukunft wolle Klumpp sich mehr Zeit für sich und seine Familie nehmen, in beruflicher Hinsicht ist er "offen für Neues", wie er sagt. "Ich bin ja noch nicht so alt." Er will nach 16 Jahren auch einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin die Chance geben, an der Entwicklung der Stadt teilzuhaben. Wer auf ihn folgen könnte, dazu will sich Klumpp nicht äußern.

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