Fünf Fragen und fünf Antworten informieren darüber, was eine Bürgerstiftung ist, woher das Geld kommt und was unterstützt wird.

1. Was ist eine Bürgerstiftung?

Per Definition ist eine Bürgerstiftung eine Institution von Bürgern für Bürger, die sich verschiedenen Projekten und Stiftungszwecken verschrieben hat. Nachhaltigkeit und Kontinuität für das Gemeinwesen in einem genau festgelegten Umfang prägen ihre Arbeit. So ist die Bürgerstiftung Bad Dürrheim in der Kernstadt und den Teilorten aktiv und fördert dort Dinge, die mangels Geld ohne ihre Unterstützung oftmals nicht umgesetzt werden könnten.

Die Bürgerstiftung ist gegenüber dem Regierungspräsidium und dem Finanzamt rechenschaftspflichtig. „Das erfordert einen besonders verantwortungsbewussten und sorgfältigen Umgang mit den der Stiftung anvertrauten Stiftungen und Spenden“, erklärt Hans Buddeberg, der Vorsitzende der Stiftung, Stadtrat und früherer Notariatsleiter.

2. Wo kommt das Geld her?

Generell fließt einer Stiftung Geld aus Spenden und Erbschaften zu. Die Bad Dürrheimer Stiftung wurde vor elf Jahren ins Leben gerufen und hat insbesondere durch eine Zuwendung des inzwischen verstorbenen Anton Häring mit einem Startkapital von rund 80 000 Euro begonnen. Das Geld wird in der Regel angelegt und aus den Erträgen werden verschiedenste Projekte unterstützt. Hans Buddeberg berichtet im Gespräch mit dem SÜDKURIER davon, dass durch den schwachen Kapitalmarkt und die niedrigen Zinsen seit einiger Zeit leider nur wenige Erträge erwirtschaftet werden können. Buddeberg: „Um trotzdem Projekte unterstützen zu können und damit unserem Gründungsgedanken nachzukommen, habe ich vor vier Jahren damit begonnen, Spenden zu sammeln. Und das läuft glücklicherweise recht gut.“ Aktuell habe die Bürgerstiftung durch Spenden und weitere Erbschaften ein Vermögen von rund 380 000 Euro, das durch veränderte Anlagestrategien genug Geld abwirft, um helfen zu können.

3. Was unterstützt die Bürgerstiftung?

Die Bad Dürrheimer Bürgerstiftung hat sehr breit aufgestellte Stiftungsziele: Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung, Förderung von Kunst und Kultur, Maßnahmen zum Erhalt der Umwelt und Landschaft sowie die Förderung und den Erhalt des bürgerschaftlichen Engagements. Manche Projekte werden einmalig von der Bürgerstiftung bedacht, wie etwa die Geschichtstafel in Baldingen. Bei anderen Projekten engagiert sich die Stiftung kontinuierlich, so beispielsweise bei der Sommerwerkstatt oder bei den Kulturlotsen. „Hier brauchen die Verantwortlichen Planungssicherheit, weshalb wir hier beständig unsere Unterstützung zusichern“, erklärt Buddeberg.

4. Was tut die Stiftung, um weitere Gelder zu generieren?

„Es ist wichtig, dass wir uns durch unsere Aktionen und unsere Unterstützung im Bewusstsein der Bürger verankern“, betont Buddeberg. „Nur so denken die Leute an uns und letztlich an all diejenigen, die von unserer Unterstützung profitieren.“ Die Stiftung hoffe darauf, das Stiftungskapital weiter steigern zu können, um durch die Erträge weitere Projekte unterstützen zu können.

5. Wer ist in der Bürgerstiftung Bad Dürrheim aktiv?

Zurzeit besteht der Vorstand aus Hans Buddeberg (Vorsitz), Andrea Kanold und Reinhard Hiss. Zum Stiftungsrat gehören folgende Personen: Egon Dehner (Vorsitz), Irmgard Häring, Paul Otten, Professor Erich Burrer, Ulrich Lössl und Wolfgang Kaiser.

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