Die Betonwand an der Stillen Musel wird seit dem Jahr 2011 mit großformatigen Bildern verschönert. Wie kam es dazu und was hat sich in den letzten acht Jahren hier getan?

Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Der Ursprungsgedanke

Ansgar Tertinegg von der früheren Bad Dürrheimer Werbeagentur „Urgie media“ hatte 2011 die Idee und gab auch Geld dazu, dass die Schüler der Realschule ein solches Projekt umsetzen könnten. Die Kunstlehrer der Realschule, Katharina Klimza und Eddie Stratz, entwarfen dann mit den Neuntklässlern zusammen zwei Kunstwerke, Tertinegg selbst gestaltete zusammen mit vielen Kindern im Rahmen des Kinderferienprogramms eine weitere Tafel. Diese drei Tafeln wurden im Oktober 2011 an der Stillen Musel aufgehängt. Bürgermeister Walter Klumpp wünschte sich damals, dass das Projekt so lange seine Fortsetzung finden sollte, bis die Mauer komplett mit Kunstwerken bedeckt sei.

Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Die Finanzierung

Schon damals beteiligte sich die Sparkasse mit 2500 Euro an den Kosten für das Kunstprojekt, das fortan zu einem jährlich wiederkehrenden Bestandteil der Stadtverschönerung werden sollte.

Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Die Kunstwerke

Vorgabe war stets nur, dass die Bilder einen Bezug zur Stadt haben sollen. Die Schüler durften sich deshalb immer frei von ihren Gedanken führen lassen. Die ersten drei Bilder zeigten das Bad Dürrheimer Wappen und eine Schnecke, welche die Gemütlichkeit und Geruhsamkeit der älteren Generation verdeutlichen soll, während im Gegenzug in den Türmen des Bohrturms für die Jugendlichen einiges los ist. Jedes Jahr kamen nun Kunstwerke dazu, die als buntes Potpourri Bad Dürrheimer Geschichte und Geschichten erzählen. 2014 war es beispielsweise ein weiblicher Narro, 2018 eine Hommage an die Städtepartnerschaften mit Spotorno, Hajdúszoboszló und Enghien-les-Bains. Vergangenes Jahr war Donald Duck zu Besuch in der Stadt. Mittlerweile über 20 Bilder an der Betonwand – eine schöne Freiluftgalerie, die zum Betrachten einlädt.

Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam

Probleme mit den Werken

Leider gibt es auch immer wieder Menschen, die die Kunstwerke beschmieren. So wurde das 2017 aufgehängte Bild, das alle Nationalitäten in Bad Dürrheim Willkommen heißt, schon mehrfach verunstaltet. „Durch die Lackschicht, die gleichzeitig auch einen Schutz vor dem Wetter darstellt, sind die Bilder glücklicherweise gut geschützt und können wieder gereinigt werden“, berichtet Kunstlehrer Jens Scharbert in diesem Zusammenhang.

Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam
Über 20 Kunstwerke zieren mittlerweile die Betonmauer entlang der Stillen Musel. Bild: Wolf-Wilhelm Adam