Der Weg der Urviecher in die Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) ist geebnet. Mit der beschlossenen Satzungsänderung im Rahmen der außerordentlichen Mitgliederversammlung und der Namensänderung der Muselgeister in Muselmannä vom vergangenen Samstagabend wurden die entsprechenden Weichen gestellt. 2019 wird es keinen Urviecher-Ball geben. Das steht jetzt schon fest. Auch beim Lichterfest der Stadt beteiligen sich die Urviecher nicht aktiv.

Oberurviech Matthias "Bottle" Nann berichtete schon bei der Jahreshauptversammlung über die Pläne der Zunftvorderen zur Aufnahme in die SNV. Ein erster Anlauf im Jahre 1980 scheiterte, der zweite Versuch dieses Jahr soll nun glücken. Die Gespräche mit den SNV-Vertretern jedenfalls seien positiv verlaufen. Da die SNV-Satzung jedoch keine "Teufel" oder "Geister" als Namen zulässt, stand der Name der Muselgeister zur Debatte. Diese wiederum hatten auch schon während der Jahreshauptversammlung ihr Einverständnis zur Namensänderung kundgetan. Diese Formalie stand nun auf der samstäglichen Tagesordnung im Urviecherheim.

Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, die Vereinssatzung zu "modernisieren", wie es Nann formulierte. Diese war veraltet und wurde nun auch auf den neuesten Stand gebracht. Sollte der Verein sich einmal auflösen, was definitiv nicht bevorstehe, wie Nann betonte, wird das Vermögen an die Stadt übergehen, die es in diesem Fall für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. An die "Schlamper" gerichtet ist die Änderung, dass der Ausschluss aus dem Verein erfolgt, wenn der Beitragsrückstand mehr als ein Jahr beträgt.

Weiter wurde im Zuge der Modernisierung ein Passus zur Entrichtung von Ehrenamtspauschalen aufgenommen und die versetzten Wahlen wurden aktualisiert. Außerdem kann ein Pate für ein Neumitglied nur sein, wer seit fünf Jahren selbst Urviech ist und volljährig.

2019 wird es keinen Urviecher-Ball geben. Stattdessen schreiben die Urviecher 40-jährige Geschichte. Jetzt schon laufen die Vorbereitungen für ein Narrentreffen am 16. und 17. Februar 2019, zu dem rund 50 Zünfte eingeladen werden sollen.