Öfingen – In Bad Dürrheims höchstgelegenem Ortsteil, oben auf dem Himmelberg, liegt ein idyllisches Plätzchen – das Feriendorf. Der Ausblick von dort oben ist grandios. 130 Häuser befinden sich in der Anlage, 105 Häuser sind in Vermietung. Auch ein Wetterstudio findet sich dort.

Im September 2008, also vor rund zehn Jahren, haben Andrea und Knud Chandoni im Auftrag der H & P Touristik als Pächterehepaar die Anlage übernommen und diesen Schritt keinen Tag bereut. Immerhin kam das Ehepaar aus einem ganz anderen Bereich. Die 63-jährige gebürtige Villingerin ist gelernte Fremdsprachen-Korrespondentin, betrieb 20 Jahre lang einen Naturkostladen in Villingen und war dann im Außendienst tätig. Auch Ehemann Knud (70) war im Außendienst. Dann der Schnitt: "Wir wollten etwas Neues machen und haben uns beworben." Gefragt, ob sich die Erwartungen erfüllt haben, kommt es wie aus der Pistole geschossen: "Ja, das ist genau mein Ding!"

Gäste aus den Niederlanden freuen sich an den neuen Elektroautos und der Pit-Pat-Anlage im Hintergrund. Andrea Chandoni (dritte von rechts) ist Pächterin der Anlage im Auftrag der Firma H&P Touristik. <em>Bild: Anna-Lena Stauder</em>
Gäste aus den Niederlanden freuen sich an den neuen Elektroautos und der Pit-Pat-Anlage im Hintergrund. Andrea Chandoni (dritte von rechts) ist Pächterin der Anlage im Auftrag der Firma H&P Touristik. Bild: Anna-Lena Stauder | Bild: Stauder, Anna-Lena

Mit welchen Erwartungen und Plänen übernahmen die Chandonis das Feriendorf? "Dass es Spaß macht und wir die Anlage auf Vordermann bringen." Und es ist geglückt. "Wir haben steigende Übernachtungszahlen." In den letzten Jahren wurde aber auch viel investiert: in die Kneipp-Anlage, die Pit-Pat-Anlage, Elektroautos für die Kleinen; alle Häuser haben kostenloses W-LAN, im Angebot ist auch Geocaching.

Das Gästeklientel ist bunt gemischt. Waren es früher nur Schweizer und Holländer, seien inzwischen auch Italiener und Franzosen unter den Gästen und oft Sportler von der Skate-Arena in Geisingen. "Wir haben auch mal Leute, die nach einem Brand oder größeren Wasserschaden vorübergehend eine Bleibe brauchen", erklärt Andrea Chandoni weiter. Oder Monteure, beispielsweise Arbeiter von der Mercedes-Teststrecke in Immendingen.

"Wir fahren natürlich auch den Schwarzwald-Hype voll mit", sagt sie. So kommen auch Gäste aus Israel und teilweise aus den Vereinigten Staaten. Steigende Tendenz sei bei Buchungen von junge Familien mit Kindern zu verzeichnen sowie verstärkt längere Aufenthalte. An verlängerten Wochenenden kommen gerne Freundeskreise und Familien, bei Familienfesten logieren Verwandte oder Freunde im Öfinger Feriendorf.

Das Angebot richtet sich speziell an Menschen, die es gern geräumig haben. Jedes Haus hat einen Garten samt Terrasse nach Süden hin, jedes mit diesem traumhaften Blick über die Weite der Baar. "Wir sind nicht exklusiv, nicht elegant, aber gemütlich. Das schätzen die Leute", weiß Andrea Chandoni. Die Zahlen zeigen es. Von durchschnittlich 122 Belegtagen pro Haus 2010 auf 144, 153, 160 bis hin zu einer Spitzenbelegung von 198 Tagen im vergangenen Jahr.

Die Aussichten für 2019 seien ebenfalls gut und deuten auf das Niveau dieses Jahres hin. Der Plan ist, Niveau und die solide Basis zu halten.